Am Mittwoch wurde der Polizei gemeldet, dass bereits am Montag im Bereich Langeller Vögel in einer Vogelvoliere beschossen worden waren.

Der Geschädigte, der eine große Voliere mit Geflügel und verschiedenen Ziervögeln betreibt, stellte fest, dass Unbekannte mit einer Softairwaffe auf die Tiere geschossen hatten. Eines der Tiere, ein Kanarienvogel, wurde dabei getötet. Vor Ort wurden diverse Geschosse von Softairwaffen aufgefunden.

Die Ermittlungen führten die Beamten zu zwei 12- und 14-jährigen Jungen aus Bad Brückenau. Die beiden waren offenbar zu Fuß durch die Gegend gelaufen und dabei auf die Vogelvoilere gestoßen. Sie hatten Spielzeugsoftairwaffen (deren Besitz Minderjährigen erlaubt ist) bei sich.

Wer von beiden den Entschluss fasste, auf die Vögel zu schießen, ließ sich nicht definitiv klären, aber beide schossen auf die Tiere. Der 14-Jährige hatte schließlich den Kanarienvogel getroffen, der dabei tödlich verletzt wurde.

Die Jungs, die nicht wussten, was sie nun machen sollen, liefen schließlich davon. Beide zeigten sich den ermittelnden Beamten gegenüber reumütig und beteuerten, dass ihnen das Geschehene leid tue. Der 14-Jährige, der auf den Kanarienvogel geschossen hatte, habe deshalb die letzten Nächte sogar schlecht geschlafen. Sie wollen sich beim Geschädigten entschuldigen und den Schaden wieder gut machen. Die Spielzeugwaffen, eine Pistole und ein Gewehr (beide gehören dem 12-Jährigen), wurden von der Polizei zunächst als Beweismittel sichergestellt. Bei den anderen Tieren in der Voliere waren keine Verletzungen festgestellt worden.

Die Polizei weist darauf hin, dass Minderjährige Softair-Waffen, die als Spielzeugwaffen eingestuft sind, besitzen und auf eigenem Grund und Boden damit spielen dürfen. Wenn diese jedoch echten Schusswaffen täuschend ähnlich sehen bzw. den Eindruck einer echten Schusswaffe erwecken, dürfen sie in der Öffentlichkeit nicht mitgeführt werden (das wäre nach dem Waffengesetz strafbar).

Im hier vorliegenden Fall hatte der 12-Jährige eine solche Waffe (die vorgenannte Pistole sieht einer echten Waffe täuschend ähnlich) in der Öffentlichkeit mitgeführt, das vom 14-Jährigen mitgeführte Gewehr war dem äußerlichen Anschein nach unverkennbar eine Spielzeugwaffe.