Eigentlich sollte er das im Brückenauer Raum beheimate Fahrzeug zu Arbeiten an der Mülldeponie bei Wirmsthal überführen. Kurz nachdem er die Autobahn in Oberthulba verlassen hatte, löste sich in Höhe der Abzweigung nach Albertshausen die Karkasse teilweise vom Reifen und das schwere Fahrzeug geriet mächtig ins Schleudern, denn die mit Metalldrähten durchzogenen Gummiteile schlugen nicht nur den Dieseltank leck, sondern durchtrennten auch mehrere fingerdicke Kabelstränge, die zur Elektronik des Fahrzeuges führten.
So fielen in der Folge Lenkhilfe und andere unterstützende Systeme an dem Sonderfahrzeug aus. "Wenn mich in dieser Situation jemand überholt hätte, hätte ich ihn wahrscheinlich von der Straße gewischt", so der Fahrer. Überholt hat aber zum Glück niemand, denn das Fahrzeug geriet exakt an der Albertshäuser Einmündung ins Trudeln und da ist Überholen verboten und eben da ist die Straße auch breiter und mit weiss gebalkten Flächen versehen.
Der Fahrer konnte seinen Autokran rund 200 Meter nach dem Reifenplatzer wieder unter Kontrolle bringen und am Straßenrand abstellen - ein direkt hinter ihm fahrender kleiner Abschleppwagen hatte sogar Ölbindemittel an Bord, so dass unmittelbar ein Auffangen des Diesels möglich war. Da der volle 300 Litertank jedoch an mehreren Stellen durchlöchert war, wurden unmittelbar Feuerwehr und Polizei informiert.
So kam neben Kreis- und Stadtbrandinspektor Harald Albert auch der Sachbearbeiter Martin Hammer vom Amt für Öffentliche Sicherheit und Ordnung vom Landratsamt Bad Kissingen, sowie ein Mitarbeiter des Straßenbauamtes Schweinfurt. Die Feuerwehr Albertshausen übernahm die Verkehrsleitung, die einspurig an der Unfallstelle vorbeigeführt wurde.
Die Freiwillige Feuerwehr Oberthulba pumpte mit einer druckluftbetriebenen, explosionsgeschützten Pumpe den Fahrzeugtank leer. Erst mit Hilfe eines Bergungsunternehmens konnte der Autokran dann soweit angehoben werden, dass der beschädigte Reifen gewechselt und das Fahrzeug abgeschleppt werden konnte. Wegen der ausgefallenen Hydraulik und Elektronik an Bord solle dieser Weg aber so kurz wie möglich sein, so der Fahrer, der sich normalerweise darauf verlassen kann, dass sich bei Lenkausschlägen sogar die beiden Hinterachsen mitbewegen. "Die Schadensbegrenzung nach diesem nicht vorhersehbaren Reifenplatzer wurde hundertprozentig gemacht", so Martin Hammer, zuständiger Sachbearbeiter beim Landratsamt Bad Kissingen zu den eingesetzten Kräften vor Ort.