Manfred Enders wollte sich für eine Verkürzung der Parkdauer auf eine halbe Stunde durchsetzen. In seinem Antrag verwies er auf Kunden, die in die Bank, zur Apotheke, zum Bäcker oder Metzger, in die Buchhandlung oder Döneria gehen - als Kurzparker geben sie den Parkplatz für den nächsten gleich wieder frei.

So soll es in der Innenstadt sein, damit den "schnellen" Kunden und den Geschäften die Möglichkeit gegeben wird ihre Besorgungen zu erledigen, beziehungsweise ihre Waren zu kaufen oder verkaufen. Bei der bisherigen Parkzeit von zwei Stunden wird der Parkwechsel verlangsamt und die Geschäfte in der Innenstadt benachteiligt.

Von Gästen, die ein Lokal besuchen, könnte verlangt werden, dass sie Parkplätze nahe der Innenstadt aufsuchen. Eine Parkzeit von 30 Minuten wünscht sich Manfred Enders auch für die Sonntage, da hier Autos die Parkplätze den ganzen Tag über belegen.


Parkzeit von 30 Minuten wurde diskutiert

Kontrovers wurde über diesen Antrag und die Beschränkung auf 30 Minuten diskutiert. Einige Stadträte hielten 30 Minuten für ausreichend, andere wiederum verwiesen auf Arztbesuche und Physiotherapie, was deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen könnte. "Mit einer halben Stunde wird es etwas eng, gerade auch, wenn man mehr zu erledigen hat", sagte Alfred Thalheimer und sprach sich für eine Stunde aus. Eine Parkzeit von nur 30 Minuten wertete er sogar eher als abschreckend für die Innenstadt.

Thea Schmidt, die in der Tourismusinformation beschäftigt ist, verwies auf eine Anzahl vor allem älterer Gäste, die für einen kurzen Rundgang in der Altstadt nicht auf die außerhalb liegenden Parkplätze fahren. "Sie würden bei nur 30 Minuten Parkdauer nicht mehr anhalten sondern weiter fahren." Auch in Anbetracht von Arzt- und Physiotherapiebesuche ist sie für eine Parkdauer von einer Stunde.


Problematik der Dauerparker

"Ohne Kontrolle bringen wir die Dauerparker nicht weg", machte Manfred Reder auf eine grundlegende Problematik aufmerksam. "Kontrolliert wird viel zu selten, es ist nicht nennenswert", bestätigte Baumann. Aber über die Polizei sei nicht mehr machbar. Baumann erinnerte an die ablehnende Entscheidung des Stadtrates die Parküberwachung selbst in die Hand zu nehmen.

Patrick Bauer verwies auf die "Luxusparksituation" in Bischofsheim. In jeder anderen Stadt müssen deutlich längere Wege zum Arzt oder Einkaufen hingenommen werden. Georg Seiffert erinnerte daran, dass die Parkregelung nur bis 18 Uhr gelten dürfe. Für eine 30-minütige Parkregelung gab es ein Unentschieden von acht zu acht Stimmen, der Antrag war somit abgelehnt. Mit zwei Gegenstimmen wurde der Stundenregelung zugestimmt. An Sonntagen gilt diese Beschränkung nicht.