Hoch hinaus ging es für die Klasse 3a der Sinnberg-Grundschule, als sie die Freiwillige Feuerwehr Bad Kissingen besuchte. Nachdem sie sich einen Überblick über die vielfältigen Aufgaben der Feuerwehr verschafft hatten und auch sämtliche Feuerwehrautos gründlich untersucht worden waren, verschaffte ihnen Timo Dösch einen Ausblick der ganz besonderen Art: mit der Drehleiter ging es hoch in die Luft und es bot sich ein spektakulärer Blick über die ganze Stadt.


Viel Neues erfahren

Zwar wird mindestens zwei Mal im Schuljahr das Verhalten im Brandfall und der Fluchtweg mit den Kindern geübt, doch diesmal durften die Drittklässler mit ihrer Lehrerin Beatrice Rose-Ebel bei der Feuerwehr auch einmal hinter die Kulissen blicken. Herr Röttinger, der zwar nicht mehr zu den aktiven Feuerwehrleuten gehört, aber trotzdem immer sehr schnell aktiv wird, wenn es um die Feuerwehr geht, führte die Schulkinder durch die Räume in der Kapellenstraße, zeigte die Gerätschaften und wusste auf alle Fragen eine Antwort. Seine Begeisterung war ansteckend und die Kinder hörten fasziniert seinen Erlebnissen aus den vielen Einsätzen der vergangenen Jahre zu.
Dass jeder Feuerwehrmann und jede Feuerwehrfrau gut ausgebildet sein und genau Bescheid wissen muss, war allen schnell klar. Denn wie sollte man sonst auch all die Geräte des Rüstwagens und der anderen Fahrzeuge im Ernstfall mit dem ersten Handgriff gleich finden? Auch wenn die Kissinger Feuerwehrleute ihre Kleider ordentlich in den Schrank hängen und die Hosen noch nicht über die Stiefel gezogen haben, um sich möglichst schnell umzuziehen, staunten alle Besucher sehr, als sie erfuhren, dass nach Alarmierung über den Piepser nach nur fünf Minuten die ersten Fahrzeuge zum Einsatzort losfahren.
Röttinger berichtete weiterhin, dass es genauso wichtig ist, nach einem Einsatz alles wieder sorgfältig zu säubern und aufzuräumen. Selbst die Schläuche werden in einer eigenen Waschanlage geputzt und dann zum Trocknen in den Schlauchturm gehängt.
Im hauseigenen Museum wurde die Geschichte der Feuerwehr lebendig. Außerdem faszinierte das ein oder andere Fundstück aus verschiedenen Einsätzen wie ein geschmolzenes Badezimmerschränkchen oder eine weggeflossene Glühbirne. Selbst ein historisches Feuerwehrauto findet sich in der Sammlung.
Nach einer Tour durch den Übungsraum für Atemschutzträger, bei der ein Hindernisparcour zu überklettern war, stand im wahrsten Sinne des Wortes der Höhepunkt auf dem Programm: jedes Kind durfte mit der Drehleiter und ihrem Verantwortlichen Timo Dösch in schwindelerregende Höhen fahren. Und die meisten konnten den Ausblick aus über 15 Metern Höhe sogar genießen. red