Zuerst waren die jungen Leute innerhalb einer ganzen Praktikumswoche in die Arbeit des gewählten Betriebs eingeführt worden. Nach dieser Blockwoche erweiterten sie acht Wochen lang an jeweils einem Tag die erworbenen Fachkenntnisse.

"Es hat mir Spaß gemacht", sagte der 15-jährige Julian Anders über seine Erfahrungen. Er wurde bei der örtlichen Firma Bömmel-Bau in seinen Wunschberuf Maurer eingeführt und äußerte sich sichtlich zufrieden: "Der Beruf liegt mir."

Das konnten auch die Zuschauer bei der Präsentation der Lernaufgabe bestätigen. Julian Anders zeigte, wie das Mauern vor sich geht und welche Werkzeuge dazu benötigt werden. Wie alle anderen Praktikanten stellte er "seinen" Betrieb kurz vor. Er informierte darüber, dass man für den Beruf des Maurers neben dem Hauptschulabschluss auch handwerkliches Geschick und körperliche Belastbarkeit benötigt. Zufrieden kann Julian mit der gebotenen Vergütung sein. Im dritten Lehrjahr erhalten die "Azubis" auf dem Bau 1086 Euro.


Einblicke

Klassenlehrerin Elvira Hirschbrich hatte bei der Begrüßung darauf hingewiesen, dass die Schülerinnen und Schüler durch die Erfahrungen in Betrieben herausfinden sollten, ob für sie die Wunschberufe in Frage kämen oder nicht. Jenny Hofmann, die beim Betrieb "Schnitthapper Friseur & Kosmetik" Einblick in die Tätigkeit einer Friseurin genommen hatte, präsentierte als Lernaufgabe, wie ein "Beach-Look" frisiert wird, und Sarah Göpfert, die bei "Blumen-Stiel" ihr Praktikum absolvierte, kann sich vorstellen, in diesem Betrieb nach dem Abschluss der Schule zu arbeiten.

Bei einigen Schülern merkte man, dass sie noch keine endgültige Berufswahl getroffen haben. Klassenlehrerin Elvira Hirschbrich bedankte sich bei allen Betrieben, die bereit waren, die Achtklässler bei sich aufzunehmen. Außer den drei oben genannten waren es folgende Firmen: Stadtler und Gräf, Auto-Büttner, der Kindergarten Haard, GH-Bedachung, das Katharinenstift, BMW-Seifert, tegut-Garitz, Kulturismus, Douglas, Schreinerei Metz-Arnshausen, Bauhof der Gemeinde Nüdlingen, Gaul und Klamt, Vielerlei sowie DT & Shop.

Die Finanzierung der Maßnahme erfolgte durch die Agentur für Arbeit, den Landkreis Bad Kissingen und durch die Bayerische Leader-Förderrichtlinie. Träger ist die Gesellschaft zur beruflichen Förderung, eine Tochter der Handwerkskammer für Unterfranken. Ein letztes Praktikum soll im kommenden Schuljahr den Ausschlag bei der Berufswahl geben.