Das Jugendamt hat im ersten Halbjahr 2018 einen Anstieg bei Fällen von Alkoholmissbrauch von Kindern und Jugendliche im Landkreis Bad Kissingen gezählt. Im Gegensatz dazu meldet die DAK Gesundheit, dass die Zahlen von 2016 auf 2017 rückläufig waren. "Die Zahl alkoholbedingter Klinikaufenthalte von Kindern und Jugendlichen ist in Bad Kissingen gesunken", teilt die Familienkrankenasse mit. Sie beruft sich auf bislang unveröffentlichten Zahlen des Statistischen Landesamtes Bayern. Demnach landeten im Jahr 2017 insgesamt 38 Kinder und Jugendliche aus Bad Kissingen mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus. Darunter sind auch Fälle, in denen junge Kissinger in Kliniken anderer Regionen Bayerns behandelt wurden. "Im Vergleich zu 2016 sank die Zahl der Betroffenen um 17,4 Prozent", bilanziert die DAK.

"Viele Jugendliche überschätzen sich und glauben Alkohol gehört zum Feiern und Spaß haben dazu", sagt Jörg Müller, von der DAK-Gesundheit in Schweinfurt. "Eine regionale Alkoholprävention ohne erhobenen Zeigefinger bleibt für uns unverzichtbar, um Kindern und Jugendlichen die Gefahren von Alkoholmissbrauch aufzuzeigen. Solche wichtigen Gesundheitsthemen sollten in den Schulalltag einfließen."

Zur Aufklärung setzt die Krankenkasse im Landkreis Bad Kissingen auch 2019 die Kampagne "bunt statt blau - Kunst gegen Komasaufen" fort. Zum zehnten Mal werden bei dem bundesweiten Wettbewerb Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren aufgerufen, mit Plakaten kreative Botschaften gegen das Rauschtrinken zu entwickeln. Auch die Schulen in der Region werden angeschrieben und zur Teilnahme eingeladen. An der mehrfach ausgezeichneten Präventionskampagne gegen Alkoholmissbrauch nahmen seit dem Jahr 2010 mehr als 95.000 junge Künstler teil.

Weitere Informationen über die Aktion gibt es hier. Landesschirmherrin ist Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU).