Für die Stiftung "Sonnenschein" sind beim Benefizkonzert mit dem Bundespolizeiorchester München und der Sängerin Heike Gündisch 1500 Euro zusammengekommen. Unter der Leitung von Chefdirigent Stefan Weber hatten die Musiker ein Programm präsentiert, das auf die üblichen Weihnachtsliederarrangements, die in jedem Kaufhaus ertönen, verzichtete.

Mit "Festmusik der Stadt Wien", von Johann Strauß für Bläser komponiert, eröffnete das Orchester den Abend. Bewusst zum meditativen Nachdenken führte die irische Volksweise "Irish Tune from County Derry". In der "Rhapsodie für Euphonium" konnten die tieferen Blechbläser, angeführt von Helmut Schilling als Solist, ihren Charme ausspielen. In der Fuge in g-Moll, von Johann Sebastian Bach für Orgel komponiert, überzeugten die Musiker in beindruckender Weise damit, die 45 Orgelpfeifen erklingen zu lassen. Zum Zurücklehnen animierte die Musik "Nocturne" von Alexander Scrabin.

Das Konzert bereicherte Sängerin Heike Gündisch mit "Hallelujah" von Leonhard Cohen und "O Holy Night". Mit ihrer weichen, nie forcierenden Stimme und ihrer Persönlichkeit zog sie alle Zuhörer in ihren Bann. Ihre Vorträge begleitete das Orchester in gefühlvoller Weise.

Mit "Mountain Majesty" von Franko Cesarini setzte das Orchester einen gelungenen Schlusspunkt, den die Besucher mit langem Applaus belohnten. Und obwohl für die Musiker noch eine weite Heimfahrt nach München bevorstand, spielten die Musiker als Zugaben "White Christmas" und "Petersburger Schlittenfahrt".

Bereits jetzt steht fest: Auch künftig hat das Bundespolizeiorchester Oerlenbach einen festen Platz im Jahresprogramm mit einem Benefizkonzert am Montag nach dem ersten Advent. Darüber zeigten sich Polizeidirektor Thomas Lehmann und Bürgermeister Siegfried Erhard (CSU) erfreut. "Wir freuen uns, Sie im nächsten Jahr wieder zu hören", machte sich Erhard zum Sprecher der begeisterten Besucher.

Lehmann erinnerte an das erste Konzert 2011, als der Spendenerlös von 2000 Euro dem Projekt "Eine Schule für Bamiyan" zufloss. Der Bau sei inzwischen fast fertig. Im Frühjahr beginne der Unterricht.

In diesem Jahr fließt der Benefizerlös laut Erhard in die Stiftung "Sonnenschein", einem Erbe von Liselotte Meier. Sie hatte einst selbst Konzerte in Oerlenbach mit namhaften Künstlern gesponsert. Nach ihrem Tod hinterließ sie schließlich eine Schenkung über 200 000 Euro mit dem Auftrag, örtliche Projekte für Jugend, Senioren, Kultur und Soziales zu fördern.

Dieses Anliegen erfüllt die Gemeinde, indem sie erstmals einen Teil des Zugewinns an die Mittelschule Oerlenbach, an das Seniorenheim Kramerswiesen, wo Liselotte Meier selbst lebte, und an die Bücherei Eltingshausen ausschüttet.