Es ist der zweite wichtige Wechsel in der Kreisfeuerwehrführung innerhalb weniger Monate. Nachdem Kreisbrandinspektor Peter Sell vergangenes Jahr die Altersgrenze von 63 Jahren erreicht hatte und aus dem aktiven Feuerwehrdienst verabschiedet wurde, scheidet jetzt auch Kreisbrandinspektor Edwin Frey aus. Freys Nachfolger Ronald Geis hat zu Beginn der Woche den Dienst angetreten, am Donnerstag wurde er offiziell von Landrat Thomas Bold (CSU) sowie Kreisbrandrat Benno Metz ernannt. Ebenfalls ernannt wurde Alexander Böse zum Kreisbrandmeister.
Der neu ernannte Kreisbrandinspektor Geis ist für 42 Freiwillige Feuerwehren im Altlandkreis Bad Kissingen sowie für die Werksfeuerwehr der Firma Hegler in Oerlenbach zuständig. "Ich verstehe mich als Ansprechpartner und Unterstützer für die Wehren und vor allem für die Kommandanten", sagt er. Außerdem wolle er sich für die Nachwuchsarbeit einsetzen und um die Jugend kümmern. "Gerade im Ehrenamt wird es immer schwieriger, Leute zu finden, die bereit sind, anderen zu helfen", meint Geis. Er startete seine Laufbahn bei der Feuerwehr 1974 in Wollbach, war dort auch viele Jahre Kommandant. 2004 wurde er zum Kreisbrandmeister ernannt.
Die damit verbundenen Aufgaben übernimmt ab sofort der Oerlenbacher Alexander Böse, der seit 18 Jahren für die Feuerwehr tätig ist. Böse leitet die Unterstützungsgruppe in Oerlenbach, ist für den Fachbereich Gefahrgut zuständig und soll außerdem die Auftritte der Kreisfeuerwehren in den Sozialen Medien betreuen. Nicht mehr in sein Aufgabengebiet fällt der Digitalfunk.


Egon Gessner verabschiedet

"Ich wünsche Ihnen eine glückliche Hand bei den Einsätzen und den Entscheidungen, die Sie dabei werden treffen müssen", sagte Landrat Bold. Er betonte den Wert der ehrenamtlichen Aufgaben, die großes Engagement abverlangen. "Was als Kreisbrandinspektor und -meister geleistet wird, ist im Grenzbereich dessen, was ehrenamtlich machbar ist."
Neben den Ernennungen wurde außerdem der ehemalige Kreisbrandmeister Egon Gessner verabschiedet. Als besondere Würdigung seiner Dienste verlieh ihm der Deutsche Feuerwehrverband das Ehrenkreuz in Bronze. Gessner trat 1977 in die Freiwillige Feuerwehr Lauter ein. Er absolvierte eine vielfältige Ausbildung am Standort, auf Kreisebene und an Feuerwehrschulen. Er war elf Jahre Kommandant seiner Wehr. Daneben ist er seit mehr als 20 Jahren stellvertretender Vorsitzender des Feuerwehrvereins. 2007 wurde er zum Kreisbrandmeister für das Gebiet des Marktes Burkardroth mit Gemeindeteilen ernannt. Gessner schied Ende September aus gesundheitlichen Gründen auf eigenen Wunsch aus dem Amt des Kreisbrandmeisters.