Im Jahr 816 ist Breitenbach zum ersten Mal ins Licht der Geschichte getreten: Der Würzburger Bischof übergab den Ort am Fuß der drei Pilsterköpfe damals dem Abt von Fulda. Diese erste urkundliche Erwähnung liegt nun schon 1200 Jahre zurück und macht Breitenbach zum zweitältesten Ortsteil der Gemeinde Oberleichtersbach. Mit einem großen Dorffest vom 18. bis zum 20. Juni wollen die 340 Einwohner von Breitenbach mit vielen Gästen feiern und auf die Geschichte ihres Heimatortes zurückblicken.


Mit großer Begeisterung

"Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. Alle steuern mit großer Begeisterung auf das Fest zu", berichtet Bürgermeister Dieter Muth voller Vorfreude. Es wird einen Festplatz geben, außerdem werden im Dorf verschiedene Stationen aufgebaut. Hauptveranstalter sind dabei die Breitenbacher Vereine. Auch die Theatergruppe des Ortes plant eine Aufführung. "Ich hoffe, dass weiterhin so viele aktiv mithelfen. Es gibt noch einiges zu tun. Momentan ist der genaue Ablauf der Feierlichkeiten in Arbeit", sagt Muth. Ein wichtiger Aspekt wird auf jeden Fall das 110-jährige Kirchenjubiläum sein, das zufällig fast auf den Tag genau in das Dorffest fällt: Am 16. Juni 1906 wurde die Breitenbacher Kirche fertig gestellt. Deren charakteristischer Turm prägt seither das Ortsbild.


Begehbare Chronik

Das zweite Wahrzeichen Breitenbachs, die Alte Schule, verwandelt sich für die 1200-JahrFeier in eine begehbare Chronik, in der die Besucher die Geschichte des Ortes anhand von Bildern und anderen Ausstellungsstücken hautnah erleben können. "Eine schriftliche Chronik, die die Entwicklung Breitenbachs ausführlich dokumentiert, hatten wir bereits zum 1175-jährigen Bestehen herausgegeben", erklärt Muth.
Seit der ersten Erwähnung hat sich in Breitenbach einiges geändert. Beispielsweise geht aus älteren Dokumenten hervor, dass der Ort einmal größtenteils von der Landwirtschaft geprägt war, während heute kaum etwas davon übrig ist.


Mehr Infos beim Fest

Außerdem lag Breitenbach in früherer Zeit wohl etwas westlich des heutigen Ortskerns. Daran erinnert heute noch die Straße "Am alten Dorf". Auch die Alte Schule hat eine lange Geschichte hinter sich. Doch dazu beim Dorffest mehr.


Stolz auf das Vereinsleben

Mit der aktuellen Situation im Ort ist Bürgermeister Dieter Muth sehr zufrieden. Besonders stolz ist er auf das aktive Vereinsleben in Zusammenarbeit mit dem Nachbardorf Mitgenfeld: "So können wir zum Beispiel weiterhin eine sehr gute Jugendarbeit in allen Bereichen von der Musik bis zum Sport gewährleisten. Das ist wichtig, vor allem weil es durch die neuen Baugebiete wieder mehr junge Familien gibt und für Nachwuchs gesorgt ist."