"Zwischen Verein, Musikanten und neuer Dirigentin stimmt die Chemie. Die Zusammenarbeit funktioniert reibungslos. Es könnte nicht besser sein." Dieses Fazit ziehen Isabell Schmitt als musikalische Leiterin der Kapelle und der 1. Vorsitzende Matthias Dees nach einem Jahr, in dem vor allem der Konzertabend Anfang Mai Leistungsfähigkeit und Harmonie der Blaskapelle belegte.
15 Jahre lang leitete Martin Mühleck das Orchester. Im gegenseitigen Einvernehmen und lange angekündigt trat er 2013 zurück, sagte aber zu, in der Kapelle mitzuspielen und im Notfall den Dirigentenstab in die Hand zu nehmen. Der Verein schrieb die Aufgabe aus und übertrug sie nach Probedirigieren an Isabell Schmitt, die bereits von 2008 bis 2010 sowie ab 2013 als Ausbilderin für Klarinette und Saxophon tätig war.
Sie studierte aber noch, so dass eine Interimslösung nötig war. Für die Dauer eines Jahres sprang Musiklehrer Alexander Kneuer aus Arnstein ein, der bereits die Kapelle "Junge Sennfelder" leitet. "Die Aufgabe reizte mich. Durch den Unterricht kannte ich bereits einige Aktive und besuchte die letzten Konzerte. Vereinsführung und Musiker machten mir den Einstieg leicht. Ich erkannte rasch: das Orchester hat weiteres Entwicklungspotenzial", umreißt Isabell Schmitt ihren Start.
In der Folgezeit ging es um die Vorbereitung des Konzertes unter dem Motto "Großbritannien". "Das hat viel Spaß gemacht. Die Musiker zogen mit, die Vorträge gelangen. Das Programm präsentierten wir ein zweites Mal in der Wandelhalle Bad Brückenau", blickt die Dirigentin zurück.
Vorsitzender Matthias Dees - der selbst in der Kapelle die Trompete spielt - bestätigt die Wertung: "Wir kommen gerne zur Probe. Das Konzert bestätigte, dass wir die richtige Dirigentin gefunden haben. Sie ist nahe an der Kapelle, bringt sich toll in unseren Verein ein und genießt geselliges Miteinander wie zuletzt bei unserem Jahresausflug."
Aktuell überarbeiten Dirigentin und Aktive die Notenmappen wie "Pop-Rock-Runde". Im Dezember laufen die Vorbereitungen für das nächste Konzert an. "Wir wollen uns in konzertanter Richtung weiter entwickeln. Die Musiker bringen fundierte, professionelle Ausbildung mit. Darauf lässt sich optimal aufbauen", betont die Dirigentin mit Anerkennung vor allem für Richard Dees, der seit 1992 die Ausbildung organisiert sowie die Nachwuchskräfte in der Gruppe Notenkiller bündelt und damit auf den Sprung in das große Orchester vorbereitet.