Seit nunmehr 30 Jahren sammelt Hedi Beck aus Wildflecken abgelegte Brillen für die Hilfsorganisation "Brillen Weltweit", die 1974 von dem französischen Abt François Meyer (Frankreich) und Dr. Stefan Kiefer aus Koblenz am Rhein unter Obhut des deutschen katholischen Blindenwerks gegründet wurde.
Hedi Beck freut sich, dass sie von den Frauen der "Wildfleckener Strickstube", die sie zwanzig Jahre geleitet hat, unterstützt wird. Es sei schön zu erfahren, "dass mit Liebe und Hilfsbereitschaft sehbehinderten Armen aus ihrer Trübseligkeit und Einsamkeit geholfen werden kann, sich in Familie, Beruf und Gesellschaft wieder zurechtzufinden und ihr Leben mit Zuversicht und Freude genießen zu können", sagt die Sammlerin.

90. Paket auf den Weg gebracht

In diesen Tagen hat sie das neunzigste "Brillen-Paket" gepackt und zur Sammelstelle in Koblenz auf den Weg gebracht. In Koblenz werden die Brillen fachgerecht sortiert, gereinigt und mit elektronischen Geräten vermessen, bevor sie an das Kapuzinerkonvent in Hirsingue in Frankreich gesendet werden. Aus dem kleinen Ort im Elsass werden die Brillen an sehbehinderte Menschen auf der ganzen Welt geschickt, um deren Lebensbedingungen und Zukunftsaussichten zu verbessern.
In einem persönlichen Dankschreiben hat sich Johannes Klein aus Koblenz bei Hedi Beck und den Damen der "Strickstube" für die Unterstützung, Mühen und Arbeit bedankt. "Nicht überall auf unserem blauen Planeten sehen die Menschen rosigen Zeiten entgegen, auch wenn sie die berühmte, vielgepriesene rosarote Brille zur Hilfe nehmen würden. Für viele sind die Lebensbedingungen und Zukunftsaussichten buchstäblich grau in grau. Die Not sehen und handeln, an den Nächsten denken, das setzt Hedi Beck und der ,Strickkreis' aus Wildflecken um", schreibt Johannes Klein.

Dienst der Brüderlichkeit und Nächstenliebe

Hedi Beck hat die ihr überlassenen und zur Weitergabe bestimmten Brillen nicht gezählt. "Allerdings habe ich die Anzahl der Hilfspakete, die von mir an die Sammelstelle in Koblenz geschickt wurden, registriert. Es sind mit Sicherheit einige Tausend Brillen, die sich in den 90 Paketen befunden haben", versichert Hedi Beck. Sie hat damit einen nicht unerheblichen Anteil dazu beigetragen, dass die Hilfsorganisation in den vergangenen 34 Jahren über 3,7 Millionen Brillen an Sehbehinderte weitergegeben konnte.
Das Sammeln der Brillen sieht Hedi Beck als ein Dienst der Brüderlichkeit und Nächstenliebe für die Ärmsten in der Welt. Diese Arbeit möchte sie fortsetzen. "Es ist ein schönes und gutes Gefühl, wenn man Sehgeschädigten helfen und ihnen eine Freude bereiten kann", sagt die engagierte Sammlerin.