Lediglich eine vorgesehene Satzungsänderung musste auf eine weitere, außerordentliche Versammlung verschoben werden, weil die Zahl der anwesenden Mitglieder für die Beschlussfähigkeit nicht ganz ausreichte.
Diese zusätzliche Versammlung, die die Änderung mit einfacher Mehrheit beschließen kann, soll am Mittwoch, 6. April, um 19 Uhr im Haus für Kinder in Nüdlingen stattfinden.
Zu Beginn stellte sich der im Vorjahr in Abwesenheit gewählte Vorsitzende Andreas Sell vor.
Höhere Ausgaben als Einnahmen zeigte anschließend der Bericht des Kassiers Martin Rottenberger auf. Hier ging es unter anderem um Restausgaben aus dem Spendenbetrag, den das Fest "Dorf der Dörfer" erbrachte. Nach dem Kassenprüfbericht durch Mario Nöth erfolgte die einstimmige Entlastung.
Kindergartenleiterin Annette Postolov berichtete von einem leichten Anstieg der Kinderzahl. Heuer werden im Haus für Kinder 105 bis 119 Kinder betreut. Die beiden Krippengruppen werden zurzeit von 20 Kindern im Alter von einem bis unter drei Jahren besucht. "Die Krippe ist das ganze Jahr voll ausgelastet", sagte die Leiterin.


Voll ausgelastet

Im Kindergarten werden 68 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren betreut. Bis zum Sommer kommen noch weitere sieben Kinder aus der Krippe dazu. "Auch der Kindergarten ist voll ausgelastet", sagte Annette Postolov. Den Schülerhort besuchen derzeit 25 Kinder. Im kommenden Jahr sei mit einem leichten Ansteigen der Kinderzahl zu rechnen.
Derzeit wirken 23 Mitarbeiter in Voll- oder Teilzeit, darunter drei Fachkräfte für die Einzelintegration. Von den umliegenden Schulen werden noch zwölf Praktikanten betreut. Die Zusammenarbeit mit der Schlossberg-Grundschule wurde intensiviert.
Jutta Krug, die Leiterin des Haarder Kindergartens, berichtete, dass dort 38 Kindergartenkinder in zwei Gruppen betreut werden. Sie machte auf wachsende Zahlen im April (59 Kinder) und im September (60 Kinder) aufmerksam. Eine Erhöhung der Betriebserlaubnis musste beantragt werden. Auch Jutta Krug informierte über die personelle Situation sowie umfassend über das pädagogische Konzept.
Bürgermeister Harald Hofmann betonte, dass die Gemeinde voll hinter ihrem Kindergarten stehe und eventuelle Defizite automatisch ausgleiche. Alles werde im Konsens beschlossen. Angesprochen wurde das Thema "Tempo 30 vor dem Kindergarten". Es sei erforderlich gewesen, die Polizei hinzuzuziehen. Diese halte dort eine Änderung deshalb nicht für erforderlich, weil nach den Tempo-Messungen lediglich 22 bzw. 26 Kilometer pro Stunde gefahren werde. Es werde aber nochmals eine Überprüfung geben.
Pfarrer Dominik Kesina bedankte sich für das Engagement des Kindergartenpersonals, des Elternbeirates, des Johannisvereins und der Gemeinde für die Übernahme großer Verantwortung. Wer die Welt nur ein wenig verändern möchte, müsse mit den Kindern anfangen.
Unter "Verschiedenes" wurde auf den knapp kalkulierten Personalschlüssel hingewiesen. Bei Erkrankungen mehrerer Mitarbeiter gebe es enorme Schwierigkeiten. Auf den besseren Personalschlüssel in anderen Bundesländern (Baden-Württemberg) wurde hingewiesen.