Alle zwei Jahre können sich die bayerischen Feuerwehrleute einer Leistungsprüfung unterziehen. Jedes Mal erwerben sie nach bestandener Prüfung ein Abzeichen der insgesamt sechs Leistungsstufen von "Bronze" bis zu "Gold auf rotem Grund".

Was für den Außenstehenden zunächst danach aussehen mag, als gelte es, möglichst schnell drei Wassereimer umzuspritzen, entpuppt sich in Wahrheit als das Ergebnis einer Reihe intensiver Übungen: Es gilt einen Hydranten in Betrieb zu nehmen, von dort das Löschwasser über eine Feuerwehrpumpe und einen Verteiler an drei Strahlrohre zu geben. Dabei sind insgesamt 130 Meter Schlauchleitung zu verlegen und die Einsatzstelle muss im Straßenbereich abgeschert werden.

Dies kann nur gelingen, wenn die Aufgaben innerhalb der Löschgruppe optimal verteilt sind und jeder noch so kleine Handgriff eingeschliffen ist. Denn nach genau 190 Sekunden muss auch der letzte Trupp gemeldet haben "Befehl ausgeführt!" Sonst heißt es weiter üben und nochmal antreten. Hinzu kommen die Beantwortung von Fragen aus der Theorie, sowie das Vorführen von feuerwehrspezifischen Knoten und Stichen.

Unter den kritischen Blicken des Schiedsrichtergespanns Christine Rausch, Steffen Kiesel und Bruno Wilm zeigten die Floriansjünger aus dem Kissinger Norden, dass sie von ihren Ausbildern Alexandra Müller, Bernd Czelustek, Martin Müller und Mario Rösner in insgesamt 7 Übungsabenden gut vorbereitet worden waren. Dass es anschließend auch gemütlich zuging, zeigt der Verbrauch von 100 Bratwürsten, 30 Steaks, 130 Brötchen und fünf großen Familienpizzen, um Eiweiße und Kohlenhydrate wieder zu ersetzen.

Die Teilnehmer: Stefan Czelustek (Stufe 1), Annika Lutz, Tom Lutz, Christoph Kreps, Katja Feineis und Sarah Metz (alle Stufe 2), Philipp Schlereth, Karl-Heinz Hanft, Lisa Metz (alle Stufe 3), Constantin Renninger, Alexandra Müller, Thomas Müller (alle Stufe 4), Dominik Reichert und Dr. Gisela Hahn (beide Stufe 5) und Marco Kleinhenz (Stufe 6).