160 Erwachsene und Kinder aus 15 Nationen erlebten in der Christlichen Gemeinde Bad Kissingen ein dreistündiges Programm rund um das Thema "Weihnachten".
Unter der Moderation von Hubert Keil fand zur Begrüßung der 120 Gäste zunächst der "Einmarsch der Nationen" statt - jedes Land zog mit der jeweiligen Landesflagge und unter zünftiger Blasmusik in den Gemeindesaal ein. Keil, der selber etliche Jahre in Pakistan landwirtschaftliche Projekte betreut hatte, erklärte den Anwesenden kurz die Bedeutung dieser "wichtigsten Feier der Deutschen" als ein "Fest der Freude und des Friedens". Nach dem gemeinsam gesungenen Lied "Joy to the world" (Freue dich, Welt), trugen drei Mädchen aus Syrien ein bewegendes Lied vor, in dem sie in drei Sprachen die Zerrissenheit ihres jungen Lebens ausdrückten. "Könnt ihr uns helfen, unsere Kindheit zu bewahren?", fragten sie darin.
Ein achtjähriger Flüchtlingsjunge, der seit zwei Jahren mit seinen Eltern hier im Land lebt, beeindruckte die Anwesenden mit seinem akzentfreien Vortrag des bekannten Gedichtes "Von draus vom Walde komm ich her". Ein junger Mann, der als Christ aus dem Mittleren Osten nach Deutschland hatten fliehen müssen, erklärte kurz, was Weihnachten ihm bedeutet. Und natürlich durfte das bedeutsamste deutsche Weihnachtslied nicht fehlen: "Silent Night" (Stille Nacht).
Nachdem Keil den besinnlichen Teil der Feier mit einem Gebet für Frieden in den Herkunftsländern der Teilnehmer abgeschlossen hatte, wurde das gemeinsame Essen eröffnet. Viele freiwillige Helfer der Gemeinde teilten deutsche und internationale Gerichte aus, die Gastgeber wie Gäste mitgebracht hatten. An vielen Tischen entsponnen sich interessante Gespräche. Dann wurde die Bühne für Musik und Tanz freigegeben. red