So viele Floriansjünger aus den verschiedenen Regionen Ober- und Unterfrankens auf einmal hatte Münnerstadt bis dato noch nie gesehen, meinte Bürgermeister Helmut Blank (CSU). Der dritte Unterfränkische Feuerwehr-Leistungsmarsch, ein Leistungs-Wettbewerb, war Magnet genug, besonders für kleinere Wehren, sich den Anforderungen der elf Wettbewerbs-Stationen zu stellen. Dazu waren 31 Vierer-Gruppen aus Ober- und Unterfranken angereist. Aus Mittelfranken ist keine Meldung eingegangen, stellte die Start- und Zielkontrolleurin Nadia Hofmann (Lichtenfels) fest. 48 Schiedsrichter sorgten für gerechte Bewertungen an den einzelnen Ständen. Dort waren Präzision und Schnelligkeit gefragt.

Bevor sich die einzelnen Gruppen noch ein wenig sammeln und alle möglichen Fragen auf dem Fragebogen vor ihrem Start wiederholen konnten, musste sich deren Gruppenführer bei der Start- und Zielkontrolle anmelden. Lustig ging es danach an manchem Tisch zu, wie bei den Nüdlinger-Haarder Wehrleuten, die die Sache recht sportlich angehen ließen. "Dabei sein ist alles", meinte Johannes Heim aus Haard und der stellvertretende Kommandant Florian Wilm sagte, man müsse überall einmal dabei gewesen sein, um mitreden zu können. Florian Wülk, der Kommandant der Feuerwehr Bad Neustadt (die einzigen Vertreter des Landkreises Rhön-Grabfeld) stellte lapidar fest: "Wir sind da, weil wir natürlich gewinnen wollen."


Mit Bollerwagen unterwegs



Nach und nach machten sich alle Gruppen auf den 5,5 Kilometer langen Parcours zu den 11 Stationen, meist mit einem kleinen Bollerwagen voller technischer Ausrüstung und Proviant im Schlepptau.

"Der Wettstreit ist kein sportliches Kräfte-Messen, sondern ausschließlich ein Feuerwehr-technischer Konkurrenzkampf", erläuterte der Initiator der Leistungsmärsche, Kreisbrandmeister (KBM) Thomas Hofmann, Fachbereichsleiter für Wettbewerbe in Oberfranken bei einem Gespräch mit unserer Zeitung an der Station Feuerwehrknoten im Hindenburgpark. "Leistungsmärsche geben den Wehrleuten die Möglichkeit, ihr theoretisches Wissen und praktisches Können unter Beweis zu stellen, zu vertiefen und Neues zu lernen. Darüber hinaus wird die Kameradschaft gefördert", sagt Hofmann. Teilnahmeberechtigt sind Floriansjünger im Alter von 18 bis 63 Jahren. Ältere können dabei ihre Erfahrungen weitergeben, betonte er und warb für die Teilnahme am Franken- Cup, den es am 7. Juli in Forchheim zu gewinnen gibt. "Dort werden wir erleben, welche Wehr die beste in ganz Franken ist."

Während die oberfränkischen Teilnehmer nach der sogenannten Gästewertung beurteilt werden, werden die unterfränkischen Teilnehmer nach der Unterfranken-Wertung begutachtet, erläutert Hofmann. Dies müsse sein, weil die Erfahrung der Oberfranken nach der Teilnahme an mehreren Leistungsmärschen weit größer sei als die der Unterfranken.

Sieger aus Unterfranken (nach Unterfranken-Wertung)

Platz 1 : Aschfeld I (Lkrs. MSP)
Platz 2: Aura im Sinngrund (MSP);
Platz 3 : Waigolshausen (SW)
weiter folgen: Aschfeld II, Haard (KG), Nüdlingen (KG), Karlstadt (MSP), Lauter I (KG), Bad Neustadt (NES), Fridritt (KG).