Wer bei Wallfahrer an Blasen an den Füßen denkt und kilometerlange Märsche der ist zumindest bei dieser Wallfahrt falsch. Unter dem Motto: "Der gute Hirte", starteten rund 90 Gläubige, von denen der Jüngste 10 Monate und die Ältesten über 70 Jahre waren, von Premich aus in die Domstadt Fulda. Statt Wanderausrüstung hatten die Teilnehmer Fahrräder, Helme und Sportkleidung.
Wie jedes Jahr wurde die Fahrradwallfahrt von Siegfried Eyrich aus Stangenroth geplant, organisiert und geleitet.Start war um 9.30 Uhr an der Kirche in Premich, wo die Wallfahrerdurch das Seelsorge Team unter der Leitung von Corinna Zipprich, Ingrid Edelmann und Monika Knauer mit der Frage:"Wer bin ich?" auf den Weg geschickt wurden.
Die Fahrt führte über den Guckaspass zur ersten Station nach Oberweißenbrunn. Nach einem
geistigen Impuls ging es weiter über die Schwedenschanze nach Gersfeld zum Mittagessen.
Anschließend führte der Weg über die 2. Station, der Kirche in Schmalnau, weiter zur letzten Station an dem Tag, in den Dom zu Fulda.
Nach einer kurzen Andacht wurde das Quartier bezogen, wo der Abend bei Blasmusik durch die "Weltbeste zusammengewürfelte" Fahrradwallfahrtskapelle ausklang.

Applaus am Kreuzberg

Am Sonntagmorgen nach einem Gottesdienst im Dom, der vom Dompfarrer für die Wallfahrer gehalten wurde, machte sich die Gruppe wieder auf den Weg Richtung Heimat. In Gersfeld bestand die Möglichkeit, die bevorstehende anspruchsvollste Strecke, über die Schwedenschanze zum Kloster Kreuzberg, entweder mit dem Bus oder dem Rad zu bewältigen.
Diejenigen, die sich entschieden hatten, den Weg mit dem Fahrrad zu bezwingen, wurden mit Applaus am Kreuzberg empfangen. Zur nun letzten Station am Kreuzberg wurde festlich mit Musik in die Klosterkirche eingezogen.
Zurück in Premich endete die Wallfahrt mit einem Schlusssegen durch Corinna Zipprich. Ein besonderer Dank ging noch an die Fahrer der Begleitfahrzeuge, das Seelsorge Team, den Musikern, dem Fotografen und den "gelben Engeln", die aufgepasst haben, dass niemand auf der Strecke blieb. Ingrid Edelmann bedankte sich im Namen aller bei "Siggi" Eyrich für die hervorragende Organisation. "Man muss sich nur aufs Fahrrad setzen und los fahren, für den Rest wurde im Vorfeld schon gesorgt!" Und wer Siggi Eyrich kennt, weiß, dass für das nächste Jahr die Tour schon in seinem Kopf reift. Bei einem gemütlichen Beisammensein im Pfarrheim Premich liesen die Teilnehmer die Wallfahrt ausklingen. A. Wehner,M.Ziegler