Das bestätigte Ursula Haderlein, Leiterin der Staatsanwaltschaft Bad Kissingen gestern auf Nachfrage der Saale-Zeitung. Wie berichtet, hatten am Donnerstag Ermittler des Bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) mit Spezialkräften insgesamt fünf Personen wegen des Verdachts auf Waffenhandel festgenommen.

Mehrmonatige Ermittlungen

"Der Landkreis war von den Durchsuchungsmaßnahmen betroffen", berichtet Haderlein. Zudem würden die bereits seit mehreren Monaten andauernden Ermittlungen des LKA weiterlaufen. Keine Angaben machte die Leiterin der Schweinfurter Staatsanwaltschaft dazu, ob nach weiteren Tätern gesucht wird oder die beiden Hauptverdächtigen, die aktuell in Haft sitzen, die eigentlichen Drahtzieher waren.

Zwei Männer sitzen in Haft

Am Donnerstag war ein 25-jähriger Schweinfurter nach einer spektakulären Aktion in der FH festgenommen worden. Weitere Verdächtige sind eine Frau im Alter von 25 Jahren und drei Männer im Alter von 23, 24 und 55 Jahren. Der 24- und der 25-Jährige sind in Haft, der Rest ist wieder auf freien Fuß. Ihnen wird vorgeworfen, mit illegalen Waffen und Munition europaweit gehandelt zu haben. Unter anderem geht es um Maschinenpistolen, die dem Kriegswaffenkontrollgesetz unterliegen. Bei den Durchsuchungen wurden zehn Kurzwaffen und mehrere tausend Schuss Munition sichergestellt. Einen extremistischen Hintergrund schließen die Ermittler aus.