"Ihr wart eine tolle Truppe, habt erfreuliche Leistungen erzielt und ein gutes Miteinander gepflegt. Wir sind stolz auf euch." So würdigte Rektorin Sonja Then die 19 Neuntklässler bei der Abschlussfeier in der Wilhelm-Hegler-Halle. Die Plackerei habe sich gelohnt; denn alle hätten den Hauptschulabschluss und viele den Quali geschafft, ergänzte Sonja Then.

Gerne seien die Lehrer in die Klasse gegangen, da Arbeitshaltung, Ausdauer, Offenheit und fairer Umgang miteinander gestimmt hätten. "Ihr habt euch Ziele gesetzt. Wir sind sicher, dass ihr diese erreichen werdet. Bei Rückschlägen habt ihr bereits bewiesen, wieder aufzustehen und weiterzugehen. Diese Erfahrungen werden euch immer helfen", ermutigte sie.

Bürgermeister Siegfried Erhard (CSU) schloss sich an: "Die Welt liegt vor euch, die Gesellschaft braucht euch, zumal ihr neben dem Schulischen das Soziale hoch geschätzt habt." Einige hätten sich bereits für die Allgemeinheit wie in der Feuerwehr engagiert, andere Verantwortung in Klasse und Schule mitgetragen. "Eure feinen Leistungen fielen nicht vom Himmel. Ihr habt euch angestrengt, die erste Etappe mit Bravour gemeistert und den Grundstein für die Zukunft gelegt", lobte er.

Ihm schlossen sich Susanne Winzig, Vorsitzende des Elternbeirats, und Klassenelternsprecherin Bianca Fischer an. Sie appellierten: "Verliert nie den Mut, zeigt Achtung und Herz den Mitmenschen gegenüber."

"Denken ist die Knospe, Sprechen die Blüte und Handeln die reife Frucht." Dieses Wort des Dichters Emerson gab Klasslehrer Werner Vierheilig seinen Schülern mit auf den Lebensweg. Die Klasse sei wie eine Familie zusammengewachsen. Die vertrauensvolle und effektive Bildungsarbeit habe das "magische Dreieck" Eltern, Schüler und Lehrer ermöglicht.

Das Lied "Eine Seefahrt, die ist lustig" wählte Klassensprecher Julius Erhard zur Rückschau: "Nach manchen Stürmen und Klippen nahte mit Lehrer Vierheilig mehr und mehr Licht; denn als Kapitän formte er uns mit liebenswerter Strenge, aufmunternden Worten und viel Verständnis zu tüchtigen Seemännern." Als Anerkennung überreichten die Neuntklässler an alle Lehrer Präsente, an ihren "Kapitän" eine Bank, um bei der Arbeit Pausen einzulegen.

Bei der Übergabe der Zeugnisse hob Rektorin Then die drei Besten heraus: Sarah Kornmann, die alle Qualiprüfungen mit der Note 1 abschloss und auf einen Schnitt von 1,22 kam. Es folgten Christina Winter mit 1,66 und Jennifer Ziegler mit 2,11. Sie erhielten Preise. Ein Gutschein belohnte die Dienste, die Julius Erhard nach der Devise "Das mach ich" als Schulsprecher eingebracht hat. An Maximilian Bauer, Julius Erhard, Maximilian Linsner und Mansur Shamun überreichte Sonja Then Urkunden für ihre Mithilfe bei der Neugestaltung des Atriums
Die Feier bereicherten mehrere Klassen mit Liedern und Tänzen. Das gemeinsame Lied "Möge die Straße uns zusammenführen" beendete die Feier.

Auf ihr Superergebnis angesprochen, machte Sarah Kornmann kein Hehl daraus, dass sie nicht für alle Fächer die große Liebe hatte: "Mathe und Kunsterziehung gefielen mir besonders, weniger Englisch und Deutsch. Im Quali habe ich mein Bestes gegeben." Im Rückblick betont sie: "Ab der siebten Klasse habe ich mich mehr und mehr gesteigert. Wesentlich dazu trug Klasslehrer Vierheilig bei."

Zu ihren Plänen sagte sie: "Erst wollte ich eine Ausbildung starten. Nach reiflicher Überlegung aber schließe ich die M 10 in Poppenhausen an. Danach möchte ich eine Lehre als Einzelhandelskauffrau machen. Das hat mir beim Praktikum gefallen." Aber: "Vielleicht überlege ich mir auch etwas anderes."

Vierheilig ist beeindruckt: "Die Jugendlichen waren sehr motiviert, nicht weniger als andere vor 30 Jahren. An unserer Schule können wir auf den Einzelnen mit seinen Stärken und Schwächen eingehen. Deswegen dürfen kleinere Landschulen nicht geschlossen werden." kew