Marco Tonin ist umgezogen, von der Oberen Markt- in die Ludwigstraße. Der 30-Jährige hatte bis Ende 2015 die Eis-Bassanese im Café Kaiser geführt, zum 1. Mai hat er die Eisdiele mit vier Mitarbeitern direkt am Eingang in den Rosengarten neu eröffnet. "Es ist dasselbe Eis aus derselben Produktion", sagt Tonin. Allerdings bietet er jetzt ein größeres Sortiment als früher an, darunter nach dem neuesten Trend auch vegane Sorten. Die finden sich mittlerweile in vielen Eistheken. Tonin stammt ursprünglich aus einem Bamberger Familienbetrieb, das Eis lässt er sich von dort liefern. "Wir hatten einen guten Start", berichtet er. Trotz Baustelle wegen der Generalsanierung. Der Gastronom hofft aber, dass der neue Springbrunnen ihm langfristig viel Laufkundschaft beschert.


Veganes und Allergiker-Eis

Im Café Kaiser am Landratsamt gibt es auch nach dem Umzug der Bassanese eine Eiskarte sowie einen Straßenverkauf. "Wir bieten jetzt unser eigenes Eis an", berichtet Pächter Nicolas Borst. Das wird in der Sandberger Schokoladenmanufaktur von Vater Klaus-Peter hergestellt. 15 Geschmacksrichtungen befinden sich bislang im Sortiment. "Wir halten die Eiskarte ein bisschen klein, wechseln dafür aber öfter", sagt er. Im Winter und an Ostern wird die Eiskarte zurückgefahren, dafür will er Nicolas Borst dann Sandberger Pralinen und andere Schokoladenartikel anbieten.

Wie bei der übrigen Eis-Konkurrenz in der Stadt, werden auch im Café Kaiser die Eissorten auf moderne Kundenwünsche zugeschnitten. "Wir arbeiten daran, dass es auch vegane Sorten gibt", erklärt Nicolas Borst. Außerdem ist ein Natur-Eis für Allergiker vorgesehen.

Auch an anderer Stelle gibt es Neues in Sachen Gastronomie. Das Spielbankrestaurant Le Jeton hat Ende April mit neuer Pächterin wieder den Betrieb aufgenommen. Der Rhöner Platzhirsch (ehemals Hahn im Korb) am Marktplatz soll außerdem bis Juni für Freunde moderner, fränkischer Küche öffnen. "Die Renovierungsarbeiten waren etwas umfangreicher als gedacht", sagt Inhaber Matthias Schultheis. Der gelernte Koch hat mit Lebensgefährtin Tamara Scholtz das Gebäude erworben und musste es generalüberholen. Besonders in der Wohnung im Obergeschoss hatte das Paar viel zu erledigen, angefangen bei den Wasserleitungen bis zur Elektrik. Das komplette Gebäude wurde damit in Sachen Entwässerung bereits für die anstehende Kanalsanierung der Fußgängerzone ertüchtigt.

Auch im Gastraum herrscht noch Baustelle, allerdings ist an der einen oder anderen Stelle zu erahnen, wie die Gaststätte später einmal aussehen wird. "Es sind jetzt noch viele Kleinigkeiten zu erledigen, etwa bei der Kühltechnik und an der Theke", sagt Schultheiß. Auch in Sachen Restaurantorganisation ist noch einiges vorzubereiten. Das Team steht dafür zu einem großen Teil fest, das Paar hat viele Mitarbeiter von der Kissinger Hütte vom Feuerberg mit nach Bad Kissingen genommen. Am Ende sollen sich zehn bis 15 Mitarbeiter um bis zu 80 Gäste kümmern.


Palais Erthal öffnet 2017

Das Palais Erthal am Theaterplatz hatte zuletzt auf seine Renovierung gewartet. Damit soll im Juli Schluss sein. "Die Sanierungsarbeiten sollen auf jeden Fall noch vor den Sommerferien beginnen", kündigt Eigentümer und Bürgermeister Toni Schick an. Im Frühjahr 2017 soll das denkmalgeschützte Gebäude als Caféhaus im Wiener Stil öffnen.


Eispreise in der Stadt

Eisdielen In Bad Kissingen gibt es derzeit sechs Eiscafés, die sich auf die Obere Markt- und die Ludwigstraße, den Marktplatz sowie den Rosengarten verteilen.

Preise Vier von sechs Eiscafés verlangen für eine Kugel Eis einen Euro. In zwei Betrieben in der Ludwigstraße liegt der Preis mit 1,10 Euro pro Kugel mittlerweile leicht darüber.