Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel (CSU) prophezeite mutig die Wetteraussichten an den Unterfränkischen Kulturtagen: "Sie haben das richtige Datum ausgewählt, an diesem Wochenende im Juli ist es immer trocken!"
Zur offiziellen Präsentation im Alten Rathaus sind sie zusammengekommen, der Bezirkstagspräsident, Landrat Thomas Bold (CSU) und Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks, um das Event vorzustellen. "Wenn wir drei ein bisschen musikalischer wären, könnten wir vielleicht bei den unterfränkischen Kulturtagen als Trio auftreten - das würde sehr gut harmonisieren", lobt Dotzel augenzwinkernd die Zusammenarbeit.


Ehrenamtliches Engagement

Aber nicht zuletzt durch die Arbeit der Ehrenamtlichen des Geschichtlichen Arbeitskreises, der zum Stadtjubiläum im Jahre 2010 gegründet wurde, konnte das beachtliche Kulturprogramm zustande kommen, ergänzt Meyerdierks.
Das Programm beinhaltet spannende Zeitreisen, musikalische Highlights und literarische Einblicke in Gegenwartsliteratur. Von allem ist etwas dabei. Höhepunkte sind bestimmt das Parkfest im Staatsbad, die Krimi-Nacht im Siebender-Park mit dem Autor Jürgen Ebertowski und das Konzert des Bayerischen Kammerorchesters.
Nicht weniger spannend ist das weitere Programm, das sich über insgesamt neun Tage hinzieht und an verschiedenen Orten in und um Bad Brückenau stattfindet. Auch die Geschäfte in der Fußgängerzone sind in eine Ausstellung mit einbezogen: "Von Arauner bis Wüstenfeld" zeigt eine Auswahl von Lebensmitteln aus den vergangenen hundert Jahren. Gleichzeitig werden Bilder präsentiert, die das historische Geschäftsleben in Bad Brückenau zeigen. Mundart-Blues gibt's bei den Rhöner Säuwäntzt in der Georgi-Kurhalle zu sehen.
"Uns war es wichtig, dass sich die Veranstaltungen nicht überschneiden", meint die Bürgermeisterin und blickt zu ihrem Kulturbüro-Leiter, Dieter Sternecker, hinüber. So nehmen die Veranstaltungen sich gegenseitig nicht die Besucher weg, ergänzt dieser. Das war allen wichtig.
Auch für die Kleinen ist etwas dabei: In Volkers steht eine Woche lang ein Zirkuszelt, in dem sich alles lernen lässt, was man in der Manege können muss: Ob als Artist, Clown oder Techniker hinter dem Vorhang. Zum Abschluss gibt es dann eine eigene Zirkus-Vorstellung für Eltern und Freunde.


Über Landkreisgrenzen hinaus

Wie wichtig dieses Ereignis für den Landkreis ist, bringt Landrat Thomas Bold auf den Punkt: "Kultur ist für uns lebensnotwendig, auch wenn man sie nicht essen oder trinken kann." Die Unterfränkischen Kulturtage seien die ideale Plattform, um die Vielfalt des unterfränkischen Landes präsentieren und über die Grenzen hinweg transportieren zu können. Im gleichen Zeitraum wie die Kulturtage finden passenderweise auch die Besuche der beiden Partnerstädte Ancenis und Kirkham statt.


Seit 30 Jahren

Dotzel, Bold und Meyerdierks werden die Kulturtage am 9. Juli eröffnen. Dann aber nicht musikalisch. Dafür habe man zu wenig Zeit zum Üben gehabt, scherzt Dotzel.
Jedes Jahr richtet der Bezirk Unterfranken gemeinsam mit einem Landkreis und einer Kommune die Unterfränkischen Kulturtage aus. Seit 30 Jahren findet es an einem anderen Ort statt. Mit Ausstellungen, Lesungen, Konzerten, Führungen und vielem mehr präsentiert die Region das gesamte kulturelle Schaffen.

Highlights

9. Juli
, 10 Uhr Stadtspaziergang und anschließend Eröffnung der Unterfränkischen Kulturtage.
9. bis 10. Juli Parkfest im Staatsbad
13. Juli 21.30 Uhr, Autorenlesung "Rhönfeuer" von Jürgen Ebertowski im Siebener Park
15. Juli, 19.30 Uhr: Rhöner Blues mit den Säuwäntzt
16. Juli, 19.30 Uhr, Konzert des Bayerischen Kammerorchesters mit Tianwa Yang
17. Juli, 11 Uhr, Verleihung des Valentin-Becker-Komponistenpreises 2016