Eine gute Apfelernte erwartet das Kloster Maria Bildhausen in diesem Jahr. Alte Obstgärten umgeben die Einrichtung. Mit einem Apfelfest feierte Maria Bildhausen die bevorstehende Erntezeit. Viele Besucher aus nah und fern kamen auch in diesem Jahr bei traumhaftem Sommerwetter zum Apfelfest in das Kloster Maria Bildhausen.
Der Obstanbau, speziell von Äpfeln, hat hier eine lange Tradition. Und seit der historische Obst- und Bienengarten von Pfarrer i.R. Albin Lieblein vor einigen Jahren wieder auf Vordermann gebracht wurde, wachsen hier Äpfel unterschiedlicher Sorten. Wider Erwarten gut fällt die diesjährige Ernte aus, was angesichts einiger Frostnächte im Mai völlig verschieden ist. "Wir rechnen heuer mit etwa 6000 Kilogramm Äpfeln", sagt Ruth Schneider, Leiterin der Bildhäuser Gärtnerei.

Informationen rund um das Obst


Die Äpfel werden im Klosterladen angeboten oder zu Apfelsaft verarbeitet. "Aus einem Zentner Äpfel werden", so Schneider, "etwa 30 Liter Saft gepresst." Nach der Ernte wird eigens eine mobile Obstpresse aus Schmalnau bei Ebersburg in Hessen nach Maria Bildhausen kommen, die die Äpfel, auch von Privatleuten, presst, pasteurisiert und in fertige Boxen abfüllt. Von den geernteten Zwetschgen wird teilweise hochprozentige Flüssigkeit gebrannt.

Ganz im Zeichen des Apfels stand bereits der Gottesdienst im besonderen Ambiente des Obstgartens, zelebriert von Pfarrer Albin Lieblein. Gemeindereferent Peter Schott veranschaulichte dabei die Bedeutung des Apfels für die Gesundheit und das Wohlbefinden des Menschen. Musikalisch ausgestaltet wurde die Messe von der Trachtenkapelle Theinfeld unter Leitung von Pius Ziegler. Die Kapelle unterhielt die Gäste noch bis zum Nachmittag im Biergarten. Abgelöst wurden die Theinfelder von Robert Bauch und Edmund Seller mit einem Volkslieder-Wunschkonzert. "Äpfel sind ein Stück Lebensqualität", lautete der Titel eines Fachvor-trags von Edwin Fella aus Untererthal. Auf großes Interesse stießen die historischen Führungen durch die Klosteranlage. Mit selbst verfassten Weisheiten und Gedichtlich rund um den Apfel sorgte Peter Schott unter einem bedrohlich voll hängenden Apfelbaum für Unterhaltung, Schmunzeln, regte die Zuhörer aber auch zum Nachdenken an, nicht zuletzt durch passende Wortspielereien. Passende Melodien spielten dazu auf der Veeh-Harfe Sabine Hergenhan und Rosemarie Schmitt.