Sie sind jung, dynamisch, spielfreudig und interpretieren sinfonische Blasmusik mit einer einzigartigen Begeisterung. In ihren farbenprächtigen Uniformen des großherzoglich-würzburgischen Regiments von 1812 sind sie nicht nur eine Augenweide, sondern auch ein ausgezeichneter Klangkörper, der einfach begeistert.
Buchstäblich prädestiniert für das Auftaktkonzert zum 17. Kissinger Winterzauber sind die 75 Jungen und Mädchen des Jugendmusikkorps' der Stadt Bad Kissingen (JMK). Mit einer interessanten Konzertliteratur hat Stadtmusikdirektor Bernd Hammer mit seinen Jugendlichen ein anspruchsvolles Programm unter dem Motto "Licht und Klangfarben" erarbeitet, das für die Zuhörer im Großen Saal des Regentenbaues keine Wünsche offen ließ. Schon das Eröffnungsstück rief bei mehr als einem Zuhörer Staunen hervor. Mit dem Oberstufenstück "Terra Vulcania" des zeitgenössischen österreichischen Komponisten Otto M. Schwarz setzte er den ersten Glanzpunkt. Dank akribischer Proben, spielfreudiger Begeisterung der jungen Musiker und ihrer außergewöhnlichen Disziplin wurde dieses überaus anspruchsvolle Werk zu einem beeindruckenden Erlebnis für die Zuhörer.
Genauso bedeutsam auch die im gleichen Schwierigkeitsgrad angesiedelte Komposition "Dry Your Tears Afrika" aus dem Film "Amistad" des berühmten Filmkomponisten John Williams.
Dass das JMK auch hervorragende Solisten besitzt, bewies Lionel Heilmann mit der Romanze aus dem II. Satz aus Hornkonzert Nr.3 Es-Dur KV 447 von Wolfgang Amadeus Mozart.
Ein weiterer Solist war der Bundespreisträger von "Jugend musiziert", Felix Metz, der mit der "Bravour-Polka für Euphonium" von Herbert Ferstl brillierte.
Als Hommage an den in diesem Jahr verstorbenen erfolgreichen Komponisten und Bandleader James Last sowie seinem legendärer "Happy Party-Sound" ließ das Orchester noch einmal einige seiner goldenen Hits erklingen.
Neben weiteren musikalischen Leckerbissen wie "Yesterday" von John Lennon war das "Udo Lindenberg-Medley" ein zusätzliches Knallbonbon. Michael Kleinhenz aus Rannungen parodierte den Rockstar gesanglich täuschend echt.
Mit bombastischem Applaus dankten die Konzertbesucher für zwei Stunden außergewöhnliches Klangerlebnis. Als Zugaben gab es "Feliz Navidad" und "Lilli Marleen".