An der internationalen Katastrophenschutzübung "Alpine 16" in Sonthofen beteiligte sich der THW-Ortsverband Bad Kissingen. Erstmals fand dieses Training nach den Standards des EU-Schutzverfahrens statt, um über Landes- und Staatsgrenzen hinaus gemeinsam schwierigen Situationen zu begegnen und bestmögliche Hilfe ermöglichen zu können.
Katastrophen und Unglücke machen an Grenzen nicht Halt, wie das Flutunglück 2013, das mehrere Bundesländer und das benachbarte Europa betraf, belegte. Die Zunahme an Not- und Ausnahmezustände fordert die Hilfsorganisationen mehr und mehr. Seit vielen Jahren arbeitet das Technische Hilfswerk Bayern mit dem Arbeitersamariterbund Österreich und dem Weißen Kreuz Südtirol zusammen. Sie bereiten sich seit 2007 mit gemeinsamen Übungen auf Gefahrenlagen vor. EU, Vereinte Nationen und NATO-Partnerschaft für Frieden entwickelten ein internationales Hilfeleistungssystem, dem sich 32 Staaten angeschlossen haben. Danach können Experten und Einheiten im Katastrophenfall von der EU für Hilfeleistungen sowohl von Mitgliedsstaaten als auch von Drittländern angefordert werden. Darunter fallen auch Module wie Hochleistungspumpen und Experten für technische Beratung des THW.


210 Teilnehmer

Die Übung mit 210 Teilnehmern bedeutete für das THW organisatorisch eine große Herausforderung. Darüber hinaus waren 50 weitere ehren- und hauptamtliche THW-Kräfte sowie Beamte der Bundespolizei, des Zollamts Kempten und des Reservistenkreisverbands als Rollenspieler und Verletztendarsteller mit dabei. Die Bundeswehr stellte ihr Ausbildungsareal in Sonthofen als "Einsatzgebiet" und die Stadt Sonthofen ihren Marktanger als Basislager zur Verfügung.
Über vier Tage erstreckte sich das Szenario mit einem angenommenen Tornado im fiktiven Land "Tukastan". "Dieses Land hat nach schwierigen Zerstörung der Infrastruktur, Gebäudeeinstürzen und Verschüttungen um internationale Hilfe angefragt", lautete die Aufgabe, der sich die einzelnen Gruppen stellen mussten.
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Rettung von Menschenleben

Im Zusammenwirken aller Dienste gelang es, mit abgestimmter und fachlich überlegter Vorgehensweise die Folgen der Katastrophe zu mindern und vor allem Menschenleben zu retten. Vom THW-Ortsverband Bad Kissingen nahmen Julius Erhard (Rottershausen), Michael Gessner (Bad Kissingen) und Maximilian Knappik (Platz) an dieser Großübung teil.