Zwei Container voller Unrat weniger liegen seit dem Wochenende in den Kissinger Fluren und am Saaleufer. Eingesammelt wurden die Reste unserer "Wegwerf-Gesellschaft" von 120 Helfern von 15 Kissinger Vereinen, die am Samstagvormittag mit Warnweste, Handschuhen, Greifzange und Müllbeutel unterwegs waren.
Gefunden wurden alte Teppiche, Altreifen, gebrauchte Gartenschläuche, wild entsorgte Wahlplakate, noch in "Originalverpackung" befindliche Christbäume oder so Persönliches wie Dessous und weitere unappetitliche Gebrauchsgegenstände, die gedankenlose Zeitgenossen in die Landschaft werfen.

Brotzeit als Dankeschön

Sammelpunkt des Unrats war der Wertstoffhof, wo die einzelnen Vereine ab 12 Uhr den auf Anhängern gesammelten Unrat in die Container werfen konnten. Der Vereinsbeirat - als Organisator des Kissinger Frühjahrsputzes - hatte wieder für ein Dankeschön in Form einer Brotzeit gesorgt.
Vorstandssprecher Klaus Werner entschuldigte das Stadtoberhaupt Kay Blankenburg, der normalerweise am Wertstoffhof vorbeischaut, und bedankte sich bei den Kissinger Metzgereien Faber und Brunner ebenso wie bei der Bäckerei Schmitt, die Sponsoren für die "LKW" (Leberkäs-Weck) waren. Bedauerlich war nur, dass im Vergleich zu den letzten Jahren sich weniger Vereine und damit weniger Helfer gemeldet hatten - vielleicht war es auch eine Folge davon dass im Vorjahr der Frühjahrsputz dem schlechten Wette zum Opfer fiel. Für Vorstandssprecher Klaus Werner ist es aber wichtig, dass die Vereine auch in Zukunft ihr Engagement für die Stadt zeigen, denn immerhin ist es ein tatkräftiges Dankeschön für die finanzielle Unterstützung der Vereine durch die Stadt.