"Ich bin und bleibe TSV- ler", sagt Tobias Vogel, "aber eine berufliche Neuorientierung als Schichtführer, verbunden mit voraussichtlichen Auslandsaufenthalten, und mein Fotogewerbe lassen mir nicht länger die notwendige Zeit, um die enormen Herausforderungen eines großen Vereins mit mehreren Liegenschaften zu bewältigen. Deshalb habe ich in der letzten Vereinsausschusssitzung um Entlassung aus dem Vorstand gebeten. Die Fußballschuhe werde ich aber weiterhin für den TSV schnüren".

Der stellvertretende Vorsitzende Sebastian Kiesel berichtete, dass dem Wunsch Vogels entsprochen wurde und die Vorstandschaft diese Zäsur nutzen wolle um einige neue Strukturen im Verein zu etablieren.

Kiesel wies auf die Verdienste des scheidenden Vorsitzenden hin, der über sieben Jahre den Verein erfolgreich geführt habe. In seiner Amtszeit sei der TSV finanziell und sportlich einen großen Schritt nach vorne gekommen. So hätten durch frische Ideen und attraktive Veranstaltungen die Verbindlichkeiten deutlich abgebaut werden können. Die Gymnastikabteilung sei um eine neue Gruppe erweitert worden und die Fußballer seien immerhin zweimal aufgestiegen. Derzeit werde eine neue Gerätehalle mit Verkaufsstand am Sportplatz gebaut. Vogel hinterlasse also ein bestelltes Feld.

Egon Göbel springt ein

Die neuen Vereinsstrukturen vorzubereiten, gleichzeitig die vereinseigenen Liegenschaften, Turnhalle, Sportheim mit Gastronomie und Sportplatz zu managen, dazu braucht es einige Erfahrung so Kiesel. Deshalb sei der TSV dankbar, dass Egon Göbel sich dieser Aufgabe stelle und bis auf weiteres das Amt des 1. Vorsitzenden kommissarisch übernehme. Göbel sei ein TSV-Urgestein, als ehemals aktiver Fußballer, jahrelanger Vorstand, Kassenprüfer und Leiter der AH-Abteilung stets ganz nah am Verein, bringe er von seinem Beruf her gute Voraussetzungen mit, den TSV zukunftssicher aufzustellen. Dazu nehme er sich als Ruheständler auch die notwendige Zeit um seinem Sportverein zu helfen.

Göbel betonte, dass er sich in der Kontinuität seiner Vorgänger sehe und dazu beitragen wolle, eine Überleitung hin zu neuen Strukturen mit eigenverantwortlichen Spartenvorständen zu schaffen.