Toller hätte die Stimmung beim Faschingstanz des Musikvereins im Pfarrheim nicht sein können: Ausverkauftes Haus, prächtige Einlagen und fetzige Musik der Trachtenkapelle begeisterten alle, die das Tanzbein schwingen und sich vergnügen wollten. Jeder kam auf seine Kosten, ob jung oder etwas älter, zumal "Küche und Keller" alle Wünsche erfüllten.
Der Faschingssamstag war ein ideales Datum für die Veranstaltung, nachdem der traditionelle Sportlerfasching des TSV Oerlenbach und des FC Eltingshausen in der Hegler-Halle wegen der Bauarbeiten nicht möglich war. "Bereits im Vorverkauf konnten wir alle Plätze vergeben", erklärte 2. Vorsitzende Martina Straub, die zusammen mit ihren Mitstreitern den Event organisierte. Die Trachtenkapelle unterstrich einmal mehr ihre Vielseitigkeit und animierte mit traditionellen Walzern, Tangos und Foxtrotts ebenso zum Tanzen wie mit modernen Beat- und Rockarrangements unter der Leitung von Klaus Münch.
Zum Verschnaufen und Erholen dienten die Einlagen: In den Süden entführte die Gardegruppe aus Aura mit "Komm ein bisschen mit nach Italien". Das Männerballett Poppenhausen beeindruckte mit einem Après-Ski-Medley. Die Mädels von "Just Dance" vom TSV Ebenhausen begeisterten mit einem Casting "I had a dream" als Traum vom Schulmädchen zum Star. Eine Pointe nach der anderen brachte Wolfgang Düringer, der als Leiter der Musikschule Hambach in engem Kontakt mit dem Musikverein steht und sich in der Ausbildung einbringt. Der Büttenredner - er trat viele Jahre beim Fasching in Veitshöchheim auf - schlüpfte in die Rolle des Oberkellners, der beim Servieren seinen Daumen in die Suppe hält; denn "der Dokter hat mer empfohle, den eitrichen Daumennagel warm zu halte". Aus dem Alltag in der Küche und Theke erzählte er von zwei blonden Azubis, die Gugelhupf mit zwei "OO" schreiben. Seine Erlebnisse krönte er mit einem hochbetagten Ehepaar: Er 99, sie 97 Jahre, die sich mit Rücksicht auf ihre Kinder jetzt scheiden lassen: "Wir wollten warten, bis sie gestorben sind." Die Frage, wie man so alt werden könne, gab der Senior weiter: "Da müsse se mei Mutter frach, die is in der Küche."