Die im Bundesbedarfsplanungsgesetz ausgewiesenen großen Nord-Süd-Verbindungen sind weiterhin energiewirtschaftlich notwendig und als vordringlich einzustufen. Das sagte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur am Freitag.
Anlass für seine Äußerungen war der Start der Öffentlichkeits-Beteiligung zu den Entwürfen für den Netzentwicklungsplan Strom 2024 und Offshore-Netzentwicklungsplan 2024. In einer Pressemitteilung heißt es, dass die vier Übertragungsnetzbetreiber ihre Entwürfe öffentlich konsultiert und überarbeitet hätten. Diese enthalten alle Ausbaumaßnahmen, die bis 2024 für eine sichere Stromversorgung notwendig seien. Insbesondere die Nord-Süd-Gleichstromverbindungen - unter anderem Südlink von Wilster nach Grafenrheinfeld - hätten sich wiederum als notwendig erwiesen. Eine wesentliche Neuerung sei dabei die Prüfung aller Gleichstrom-Verbindungen hinsichtlich ihrer Umweltauswirkungen sowohl in einer Ausführung als Freileitung wie auch als Erdkabel. Die Öffentlichkeit und Behörden haben nun Gelegenheit, Stellungnahmen zu den Netzentwicklungsplänen und zum Umweltbericht bis 15. Mai 2015 abzugeben. red