Jetzt, in den Sommerferien, ist der Verkehr an der Lauterer Kreuzung deutlich geringer als sonst. Das heißt aber nicht, dass es dort weniger gefährlich ist. Im Gegenteil, schließlich sind etliche Touristen unterwegs, die die Situation nicht immer richtig einschätzen, obwohl die Kreuzung sehr übersichtlich ist. Zudem halten sich viele Einheimische nicht an die vorgegebenen Geschwindigkeiten oder Vorfahrtregeln. Da bleibt es nicht aus, dass es kracht.
In den vergangenen zehn Jahren haben sich an dem Knotenpunkt laut Polizei etwa 25 Unfälle ereignet, einige davon waren so schwer, dass auch Personen verletzt wurden. 2015 gab es vier solcher Zusammenstöße. In diesem Jahr haben sich bisher zwei Unfälle ereignet, teilt Lothar Manger, der Verkehrsexperte der Bad Kissinger Polizei-Dienststelle auf Nachfrage dieser Zeitung mit.
"Bei einem Unfall wurde die Vorfahrt missachtet, woraufhin sich zwei Insassen leicht verletzt haben", erklärt Manger. Der zweite war ein Kleinunfall mit einem Auffahrer. Letzterer ist eigentlich kein Einzelfall, denn nicht alle leichten Zusammenstöße mit Blechschäden werden bei der Polizei gemeldet.
Aufgrund der doch stattlichen Unfallbilanz gilt der Knotenpunkt, an dem die Bundesstraße 286 und die Staatsstraße 2290 aufeinandertreffen, schon lange als Unfallhäufungsstelle. Deshalb soll er nun entschärft und zu einem Kreisel umgebaut werden. Das steht seit Ende des vergangenen Jahres fest. Doch wann genau die Bauarbeiten für den Kreisverkehr beginnen werden, ist noch unklar. "Inzwischen sind die technischen Planungen fast abgeschlossen", erläutert Matthias Wacker, der zuständige Abteilungsleiter im Staatlichen Straßenbauamt, den aktuellen Entwicklungsstand des Vorhabens. Mit den betroffenen Grundstückseigentümern sei bereits gesprochen, deren Anregungen in die Planungen übernommen worden. Lediglich die Beteiligung des amtlichen Naturschutzes stehe noch aus, so der Fachmann. Schließlich müssen für den Kreisverkehr insgesamt 26 Bäume weichen, die jedoch an anderer Stelle wieder nachgepflanzt werden.


Vereinbarung mit dem Markt

Parallel dazu wird derzeit eine Vereinbarung mit dem Markt Burkardroth erarbeitet. Es geht dabei um die Übernahme der Kosten für den Umbau der Bushaltestelle mit Beleuchtung und Wartehäuschen. Zudem muss der Unterhalt der Wege und des Pendlerparkplatzes geregelt werden. Wacker vermutet, dass sich der Gemeinderat damit in einer seiner nächsten Sitzungen befassen wird. "Wenn der Planungsprozess weiterhin so reibungslos verläuft, können wir im Herbst mit den Rodungen beginnen und vielleicht schon etwas bauen", stellt er in Aussicht. Sicher ist das allerdings nicht, vermutlich wird mit dem Umbau der unfallträchtigen Kreuzung erst im kommenden Jahr begonnen.


Arbeiten dauern ein Vierteljahr

Etwa ein Vierteljahr könnte dann der Bau dauern. Die Kosten dafür schätzt Matthias Wacker auf rund 800 000 Euro. Die werden je zur Hälfte vom Freistaat und vom Bund getragen. "Die Gemeinde übernimmt nur die Kosten für das geplante Wartehäuschen und dessen Beleuchtung", so Wacker.


Ausbau der Haltestelle

Schließlich befinden sich an der Lauterer Kreuzung zwei Haltestellen der Buslinie 8113, die zwischen Bad Kissingen und Bad Brückenau-Staatsbad verkehrt und auch gut genutzt wird. Eine Haltestelle soll ausgebaut werden. Parallel dazu gebe es Überlegungen, den Pendlerparkplatz am Sportgelände des BSC Lauter auf Vordermann zu bringen und einen Fußweg zur Bushaltestelle zu schaffen.