Der Arbeitskreis "Dorfladen" hatte zwar das leer stehende Geschäft des ehemaligen Lebensmittealladens in der Hauptstraße in Betracht gezogen, diese Möglichkeit jedoch wieder verworfen. Dies teilt Renate Graser vom Arbeitskreis "Dorfladen" mit. Vor allem der Mangel an Kundenparkplätzen und der Schwerlastverkehr, der durch Auraer Hauptstraße rollt, verhindern nach Ansicht Grasers eine Nutzung des brach liegenden Areals.
"Ein Lieferant mit größerem Fahrzeug täte sich schwer, wenn er hier dreimal in der Woche abladen wollte", argumentiert Graser. Auch die Stellplatzfrage ist nicht geklärt. Es gebe zwar kein Parkverbot gegenüber dem ehemaligen Laden von Karl Metz; doch sind diese Plätze meist von Anliegerfahrzeugen belegt. Auch die vorhandenen Gehsteige sind für Rollatoren oder Kinderwägen ungeeignet. "Hier kann sich kaum eine kommunikativ-soziale Szene entwickeln", bedauert Frau Graser mit dem Vorschlag, hier einen kleineren Handwerksbetrieb zu etablieren.
"Wir haben vier Standorte für den Dorfladen in Betracht gezogen, unter denen nach Eingang der Fragebögen eine detaillierte Analyse bezüglich des Standorts, der Ausbaukosten, der Erreichbarkeit und anderer Kriterien zu entscheiden ist. Deshalb sollten die Bürger im Fragebogen auch einen Vermerk zum Standort des Dorfladens einbringen", erinnert Hack. Die Entscheidung obliegt der Gesellschaft, einer GmbH &Co KG, sofern die Anteilseigener diese Geschäftsform wählen.

Beispiel Gräfendorf


Das Beispiel des kürzlich gegründeten Dorfladens in Gräfendorf - an dessen Konzeption Referent Prof. Volker Hahn ebenfalls mitwirkte - hat im Vergleich zum Auraer Geschäftshaus einige Vorteile. "Unser Lädle" im ehemaligen Kaufhaus Gerlach, das ebenso an der Ortsdurchfahrt liegt, verfügt über einige eigene Parkplätze und einen komfortablen Bürgersteig auf dem sich unbehindert ein Plausch entwickeln kann. Die Symbiose mit der direkt daneben stehenden Bäckerei und Konditorei mit Café ist ein zusätzliches Plus für Gräfendorf.