"Weihnachten ist jetzt und heute für alle" - diese Botschaft verdeutlichte das Musical "Das erste Weihnachtswunder", mit dem die Familiengottesdienstband (Fago-Band) Shalom in der überfüllten Pfarrkirche begeisterte. In Spiel, Musik und Gesang verstanden es die Mitwirkenden, das Geschehen von Bethlehem lebendig und eindrucksvoll aufzuzeigen und auf heute zu übertragen.


Im Zwei-Jahres-Rhythmus

In diesem Jahr konnte die Fago-Band ihr 30-jähriges Bestehen feiern. Neben der Gottesdienstgestaltung widmet sich die Gruppe im Zwei-Jahres-Rhythmus einem Musical beziehungsweise einem Konzert und belegt damit ihr großes Repertoire. Von Beginn an leiten Ulrike und Johannes Kessler die Band, zu der immer wieder Kinder und Jugendliche stoßen, so dass es nie einen Engpass in der Besetzung der einzelnen Rollen beziehungsweise Gruppen gibt. "In der langen Zeit unterstützten uns sehr viele, darunter von Anfang an Pfarrer Balthasar Amberg. Immer wieder brachten sich Kinder bei uns ein. Wir sind froh, die Weihnachtsbotschaft in Musik und Spiel hinaustragen zu dürfen", betonte Ulrike Kessler nach dem Eröffnungslied "Das Licht kommt in die Welt, setzt neue Hoffnungszeichen."


Zeuge der Weihnachtsgeschichte

Im diesjährigen Musical "Das erste Weihnachtswunder" von Irene und Oliver Fietz scheint die Wirtin Sarah (Christina Mühleck) beim Stammtisch in Bethlehem wie ausgewechselt. Dort werden alle Neuigkeiten ausgetauscht, es wird erzählt, diskutiert und gelacht. Die sonst etwas mürrische und schweigsame Sarah berichtet ganz eifrig ihren Kolleginnen (Franziska Stahl, Rebecca Schubert, Selina Schubert und Selina Warmuth), wie sie Zeuge der Weihnachtsgeschichte wurde.

Mitten in der Nacht fragen - so Sarah - eine schwangere Frau und ihr Mann (Theresa und Alexander Berchtold) nach einer Unterkunft. Sie aber hat kein Zimmer frei. Nach kurzem Überlegen bietet sie ihren Stall an. Sie wird Zeuge, wie der Engel (Sina Daller) die Geburt des Erlösers verkündet und die Hirten (Sophia Schubert, Linus Daller, David Stahl und Yvonne Schubert) vor dem neu geborenen Kind (Samuel Berchtold) niederknien. Dann kommen drei Könige (Noah Rettner, Anna Straub und Ina Stockheimer) in prachtvollen Gewändern und mit Geschenken, um dem Kind zu huldigen.


Zugaben

Sarah ist vom Geschehen total erfasst und erkennt, welch besonderes Paar und welch besonderes Kind im Stall untergebracht sind. Sie wird zu einem ganz anderen Menschen und damit zum ersten Weihnachtswunder. Lieder und Musik bereicherten das Geschehen, das am Ende einmündet in das aktuelle Weltgeschehen mit vielen Menschen auf Flucht und Wohnungssuche.

Nicht endend wollender Applaus belohnte die 40 Akteure, die alle in ihrer Aufgabe aufgingen und authentisch das Geschehen im Stall von Bethlehem zeigten. "Für uns war es ein wunderbares Erlebnis, eine herrliche Einstimmung auf Weihnachten", lobte Pastoralreferentin Christine Seufert und dankte allen Mitwirkenden, besonders Ulrike und Johannes Kessler, die seit September das Stück einprobten und viel Zeit und Mühe investierten. Zugaben mündeten in den Wunsch "Wir wollen Frieden" als Bitte und Hoffnung, die heute drängender denn je ist. Bei der Begegnung auf dem Kirchplatz bestand reichlich Gelegenheit, das Musical und seine Botschaft nachklingen zu lassen.


Weitere Mitwirkende

Gesangsgruppe :Tamara Daller, Ulrike, Maria Kessler, Steffi Lutz, Simone Schubert, Theresia Seubert mit.

Instrumente: Anika Brand, Katrin Kessler, Dagmar Dees (alle Gitarre), Christian Daller (Bassgitarre), Laura Brand (Querflöte), Sebastian Dees (Trompete und Glockenspiel), Tobias Kessler und Thomas Stahl (Schlagzeug und Percussion) sowie Benedikt und Johannes Kessler (Keyboard).

Technik::Um Licht und Ton kümmerten sich Andreas Breuter, Andreas Kessler und Simon Stahl, um die Bühnentechnik Martin Kessler und Wolfgang Kuhn.