Stefan Zelenko, Johann Freibott und einige Kollegen von einem Bad Kissinger Bauunternehmen arbeiten ebenso effizient wie unauffällig. Sie verfugen das Pflaster neu. Die meisten Gäste in den Straßencafés der gut besuchten Ludwigstraße kriegen gar nicht so richtig mit, dass sie sich quasi auf einer Baustelle befinden.

Verschiedene Platten müssten wegen der Verkehrssicherheit befestigt werden. Es hätten sich schon Stürze ereignet. Vor allem im unteren Bereich der Ludwigstraße seien die Schäden beträchtlich. Dort wackelten viele Steine. Gelitten hätten die Granitbänderungen und die Pflasterbereiche sowie die Wasserrinnen. Als Ursache nannte Hornung die Belastung unter anderem durch die Lkw und den Frost. Außerdem sei der Plattenbelag rund 30 Jahre alt und damit am Ende einer normalen Lebensdauer angelangt.

Hornung sprach von einer "never ending story". Ein Schwerpunkt sei dabei die Fußgängerzone - Marktplatz, Obere und Untere Marktstraße - gewesen, wo im Frühjahr nach schwersten Frostschäden zahlreiche Platten durch ein Asphaltband ersetzt worden sind.

"Temporäre Maßnahmen"

Aber auch die Straßen im Umfeld der Fußgängerzone sind ein Fall für die Reha. Wie Hornung sagte, wurden in der Kurhausstraße bis zur Rhön-Klinik der Rentenversicherung Bund größere Schäden beseitigt. Parallel dazu wurden auch vor dem Kurhausbad Granitplatten rückgebaut. Der Einsatz von Asphalt sei eine "temporäre Maßnahme", also ein Provisorium. Außerdem werde die Prinzregentenstraße von der Ludwig- bis zur Martin-Luther-Straße erst dann neu gestaltet, wenn die Großbaustelle Steigenberger-Areal abgeschlossen ist. Das gilt auch für die Kurhausstraße im Umfeld des früheren Hotels.

Bei allen Arbeiten - Gesamtkosten 250 000 Euro - handelt es sich nach Hornungs Angaben um Unterhaltsmaßnahmen, für die es keine Zuschüsse gibt und die daher direkt den Bad Kissinger Haushalt belasten.

Irgendwann werde man wohl eine Neubaumaßnahme angehen (müssen). Im Rahmen der Planung würden auch die Bürger informiert, die zur Kasse gebeten werden. Er rechnet, dass das bis zur Fertigstellung drei bis fünf Jahre dauert.

Schneller geht es im Baustellenbereich Max-/ von-Hessing-Straße. Nach Angaben von Hornung werden bis zum Rakoczy-Festzug am Sonntag, 28. Juli, die Gräben verschlossen und zum Teil danach wieder geöffnet. Hornung: "Wir präsentieren die Baustelle gut". Sie soll bis zum Herbst abgeschlossen sein.