Bad Kissingen — Mit der Pacht der Gaststätte am Hans-Weiß-Sportpark ist der 1. FC Bad Kissingen rundum zufrieden. "Es wird kein großes Geld damit verdient, aber der Verein leidet auch nicht darunter", meinte Vorsitzender Wolfgang Werner auf der diesjährigen Generalversammlung. Von daher hoffe man auf die Fortsetzung des Pachtvertrages im nächsten Jahr.
Bedauerlich sei, so Werner, dass die übrigen Vereine die Sportgaststätte nicht so wie gewünscht nutzen würden. Sie trage sich durch die Treffen und Stammtische der FCler sowie private Feierlichkeiten. Sinnvoll sei die Anlage einer Kinderspielfläche gewesen, die dank der Sponsoren Sparkasse und VR Bank möglich war und von freiwilligen Helfern in Zusammenarbeit mit der Stadt errichtet wurde.
Der Sportpark soll auch 2016 für das 110-jährige Vereinsjubiläum genutzt werden, wobei "wir durch die Sportgaststätte gewisse Freiheiten in der Ausgestaltung haben werden".
Wolfang Werner berichtete den anwesenden 22 FC-lern von den Vorstandssitzungen, die je nach Thema einen größeren oder kleineren Kreis der Verantwortlichen umfasse. Die Mitgliederzahl des Vereins bezifferte er auf 362 Personen, davon 80 Kinder und Jugendliche - im Vergleich zu den Vorjahren sei eine leicht steigende Tendenz feststellbar.

Kein Trainer-Rausschmiss

In Bezug auf die Gerüchte zur Trennung vom Trainer Rüdiger Klug im Sommer 2014 stellte er fest: "Es war einvernehmlich und kein Rausschmiss." Das gute Verhältnis zeige sich darin, dass Rüdiger Klug die Einladung zur Weihnachtsfeier am Samstag, 13. Dezember, angenommen habe. Bei dieser Weihnachtsfeier - so Werner - stehen Ehrungen für 75- und 60-jährige Mitgliedschaften an.
Der Trainerwechsel war auch Thema im Bericht von Klaus Rehbein für die Fußball-Abteilung. Mit Thomas Lutz konnte man einen erfahrenen Nachfolger gewinnen, mit dem man momentan auf einem Platz im hinteren Drittel der Bezirksliga Ost stehe. Auch bei der 2. Mannschaft laufe es nicht so gut. Zum Ende der letzten Saison wurden die vier Abgänge durch elf Zugänge kompensiert, wobei sechs aus der eigenen Jugend kamen.
Im Jugendbereich habe der FC insgesamt sechs eigene Mannschaften von der U7 bis zur U17, so Jugendleiter Hans Waldner. Bei der U19 habe man eine Spielgemeinschaft mit dem TV Jahn Winkels. Mit der Sinnberg-Grundschule bestehe ein Kooperationsvertrag, wodurch man "Fußball nach Eins" anbiete und dadurch aktive Nachwuchsarbeit betreibe.
Weitere Aktivitäten waren Jugend-Turniere, Teilnahme am Rakoczy-Lauf, eine Fußballlschule beim VfB Stuttgart und eine Abschlussfahrt. Am kommenden Sonntag, 7. Dezember stehe eine Adventsfeier für die Kinder und Jugendlichen auf dem Programm.
Beim Training der Altherren-Abteilung nehmen circa 14 Fußballspieler teil, ab dem Frühjahr möchte man Freundschaftsspiele vereinbaren. Bei der Damengymnastik sind es regelmäßig 15 Damen, so Wolfgang Werner, und im Rahmen der Adventsfeier werde auch das 25jährige Gründungsjubiläum der Damenabteilung gewürdigt.
Der Kassenbericht zum ideellen Bereich und dem Spielbetrieb musste aufgrund der Sportgaststätte um den Wirtschaftsbetrieb erweitert werden. Insgesamt bilanzierte Kassier Thomas Hofmann einen Überschuss in Höhe von knapp 2000 Euro. Die Kassenprüfer bestätigten die ordnungsgemäße Führung der Bücher. Kassier und Vorstandschaft wurden auf Antrag einstimmig entlastet.

Beiträge werden erhöht

Auch eine Beitragserhöhung stand auf der Tagesordnung. "Seit über 10 Jahren haben wir die gleichen Beiträge", meinte Wolfgang Werner. Inzwischen hätten sich Rahmenbedingungen und Kostensituation geändert, so dass eine Anpassung der Beiträge vornehmen müsse. Hatte man bisher nur zwischen Erwachsenen und Jugendlichen unterschieden, so sollen in Zukunft weitere Differenzierungen vorgenommen werden, "jedoch soll es eine möglichst einfache Struktur bleiben", so Werner. Der Vorschlag der Vorstandschaft wurde intensiv diskutiert, wobei man die besondere Situation der Jugendlichen als Grundlage des Vereins berücksichtigte.
Mehrheitlich wurde folgende Jahresbeiträge beschlossen: Erwachsene 65 Euro, ein Jugendlicher 35 Euro, zwei Jugendliche (einer Familie) 60 Euro, Familienbeitrag 100 Euro.