Der Markt Burkardroth ist mit Multifunktionsspielflächen gut ausgestattet. "Heuer haben wir die Anlage in Waldfenster fertiggestellt. Diese kostete uns rund 43 000 Euro, was allein von der Gemeinde getragen wurde", sagt Bürgermeister Waldemar Bug (ödp) stolz. Die Anlage hier liegt in der Nähe des Pfarrgemeindezentrums etwas von der Bebauung weg - der Lärm stört so die Anwohner nicht, und doch ist sie noch nahe genug am Dorf, damit die Eltern sicher sein können, dass ihre Kinder hier gut aufgehoben sind. Doch nicht nur hier, auch in Premich, Wollbach und in Lauter bzw. Katzenbach bieten diese Multifunktionsflächen jungen Menschen die Möglichkeit, ihre Freizeit sinnvoll zu verbringen. Sie können hier Fußball spielen, Basketball, aber auch für Volleyball und Tennis ist alles bereit. "Im Winter kann man auf der Anlage auch Schlittschuhe fahren, wenn die Witterung passt", sagt Bug. Doch auch in Zukunft setzt der Markt alles daran, attraktiver besonders für junge Familien mit Kindern zu werden. In Planung befinden sich nämlich zwei weitere Multifunktionsflächen. "In Oehrberg wird in Zukunft eine neue entstehen, und auch in Gefäll ist eine geplant", sagt das Ortsoberhaupt. "Wir müssen der demographischen Entwicklung entgegenwirken. Die Multifunktionsflächen sind hierbei ein guter Schritt." Auch der Jugendbeauftragte Tobias Meierl, der in der Woche 10 Stunden für den Markt Burkardroth tätig ist, attestiert, dass die Spielflächen von den Jugendlichen sehr gut angenommen würden.

Ort der Begegnung

Doch auch der Parkplatzmangel am Marktplatz wurde in diesem Jahr entschärft. "Es war notwendig, hier zehn neue Parkmöglichkeiten zu errichten, damit die Besucher leicht die Geschäfte in der Ortsmitte erreichen können", sagt Bug. "Dabei soll der Marktplatz aber nicht auf das Parken eingeschränkt bleiben. Wir haben behutsam versucht, einen Ausgleich zwischen dem Wunsch nach Parkplätzen zu finden, dabei aber nicht vergessen, dass der Marktplatz ein Ort der Begegnung ist. Wir wollen auch in Zukunft nicht, dass hier alles vollgeparkt wird", sagt der Bürgermeister. Von den neu geschaffenen Parkplätzen profitierten aber alle: sowohl die Geschäftsleute als auch die Besucher.
Auch in die Straßenbauarbeiten hat die Gemeinde in diesem Jahr wieder einiges investiert: 255 000 Euro, die hierfür eingestellt wurden, sollen dafür sorgen, dass die Straßen im Markt auch fit für die Zukunft sind. "Wir sorgen natürlich dafür, dass beispielsweise die Frostschäden in jedem Jahr behoben werden. Diese Investitionen tragen dazu bei, dass die Straßen länger halten und immer in einem guten Zustand sind", merkt Bug an. Im Sommer sei es zu kleineren Einbrüchen bei manchen Straßen gekommen, eine Folge unterirdischer Wasserläufe, aber nichts Dramatisches, da man sie wieder behoben habe. Dennoch habe die Gemeinde in diesem Jahr ungewöhnlich viel in die Straßen investieren müssen. "Im Schnitt haben wir hierfür in den vergangenen Jahren zwischen 150 000 und 200 000 Euro aufbringen müssen. Das ist eine Folge davon, dass die Straßen langsam etwas in die Jahre kommen", sagt der Bürgermeister. Was man in Zukunft angehen muss ist unter anderem die Straße "Strenge Tür" in Burkardroth. Der Belag ist hier sehr uneben. Insgesamt habe der Markt an innerörtlichen Straßen 56 Kilometer zu betreuen, über 100 Kilometer Flurwege kommen hinzu. "Ich bin froh, dass der Bauhof jetzt über einen eigenen Bagger verfügt. So ist es auch möglich, bei den Flurwegen das Parkett abzuziehen und die Seitengräben in Schuss zu halten", sagt Bug. Bei den Waldwegen erführe man viel Unterstützung von den Jagdgenossenschaften. "Wenn Wege ausgebessert werden, so beteiligen sich zur Hälfte die Jagdgenossenschaften daran und zur Hälfte der Markt." Die Flurwege in Schuss zu halten sei ein erheblicher Aufwand, der sich aber lohne. Insgesamt, meint Bug, dass die Straßen im Markt in einem recht guten Zustand seien. In Kürze sollen noch Ausbesserungsarbeiten an den Straßen innerorts in Waldfenster stattfinden. "Bis Oktober haben wir dann auch diese abgeschlossen."