Bad Kissingen — Um dem Abschied von Sternenkindern Raum und einen würdigen Rahmen zu geben, gibt es jetzt in Bad Kissingen auf dem Parkfriedhof eine Himmelswiese. Geziert wird die rund 300 Quadratmeter große Wiesenfläche von einem Kunstwerk des Bildhauers Reinhard Kraft aus Wolkshausen. Das Kunstwerk besteht aus einer Schale aus Marmor, die auf einem Sandsteinsockel sitzt. Darüber schwebt ein Mobile. Zwei Mal im Jahr können hier Sternenkinder - so werden totgeborene Föten oder Kinder unter 500 Gramm bezeichnet - bestattet werden. Gesetzlich gibt es erst ab der 24. Schwangerschaftswoche bei totgeborenen Kindern einen Eintrag im Geburtenregister und im Familienbüchlein.
Durch die Initiative der evangelischen und katholischen Klinikseelsorge sowie der Beratungsstelle für Menschen in Trauer der Christian-Presl-Stiftung hat die Stadt Bad Kissingen auf dem Parkfriedhof ein Grabfeld zur kostenlosen Bestattung von Föten zur Verfügung gestellt "Für Eltern soll hier ein Platz sein zum Abschiednehmen und zur Erinnerung", erklärt Cornelia Weber von der Christian-Presl-Stiftung, auf deren Idee das Projekt basiert.
Um einen Beitrag zur Deckung der Kosten für das Kunstwerk auf der Himmelwiese zu leisten, spendete die Stiftung der Sparkasse Bad Kissingen 1000 Euro. "Wir tragen Sorge für einen würdigen Abschied von den Kindern", erklärte Oberbürgermeister Kay Blankenburg bei der Übergabe des Schecks durch Roland Friedrich, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Bad Kissingen. bka