"Sie haben sich in beispielhafter Art für eine lebendige Gemeinde eingesetzt. Dafür möchten wir ihnen ein aufrichtiges Vergelt`s Gott sagen", würdigte Pfarrer Balthasar Amberg die Arbeit von Gemeindereferentin Nicole Marx, die in Mutterschutz geht und eine große Lücke hinterlässt. Wie es in der Pfarreiengemeinschaft Immanuel weiter geht, bleibt offen; denn zum 1. August wechselt Pfarrer Balthasar Amberg in den Ruhestand.
Am 1. September 2010 kam Nicole Marx in die Pfarreiengemeinschaft, zu der sich ein Jahr zuvor die katholischen Gemeinden Ebenhausen, Eltingshausen, Oerlenbach und Rottershausen zusammen geschlossen hatten.
"Sie haben sich rasch in den vielfältigen Aufgabenbereichen zurechtgefunden und waren mir in den drei Jahren eine starke Stütze", resümierte Pfarrer Amberg. Die Heirat vor einem Jahr habe eine neue Lebensplanung ergeben. Frau Marx sah in Vorbereitung und Feier von Familiengottesdiensten einen Schwerpunkt ihrer Dienste, in die sie ihre Erfahrungen aus Frankfurt, wo sie zuvor arbeitete, einbrachte.
"Sie haben Teams gebildet, um Ideen zu sammeln und gemeinsam umzusetzen. An ihrer rheinischen Frohnatur haben sie viele teilhaben lassen", hob Pfarrer Amberg hervor.

Kreativ, nett und freundlich

Frau Marx sei es nicht um Eventhascherei gegangen, sondern um Hilfe zu einem vertieften Glauben. Zielgruppe seien Kinder, Jugendliche und junge Familien gewesen wie bei Religionsunterricht, Kommunion- und Firmvorbereitung sowie Ministranten- und ökumenische Arbeit. An die Gläubigen gerichtet bat Pfarrer Amberg, im Vertrauen auf Gott das Kommende in pfingstlichem Geist anzunehmen und im Gebet zu begleiten.
Für die vier Pfarreien überreichten Karin Haut (Ebenhausen), Christiana Hackenberg (Eltingshausen), Marion Hirt (Oerlenbach) und Roland Seufert (Rottershausen) je eine Osterkerze sowie zusammen mit weiteren Mitarbeitern Rosen, deren Symbolkraft Maria Schöler in Versen verdeutlicht hatte. Die einzelnen Beispiele charakterisierten Frau Marx in ihrer netten, freundlichen Art, ihrer Bereitschaft, für jeden da zu sein, sowie in ihre Kreativität für eine offene Kirche, von der sich jeder angenommen fühlen sollte. Für die Ministranten erinnerten Natascha Räder und Jasmin Weingärtner an lustige Begegnungen.

Franken sind gar nicht stur

Frau Marx ermutigte die frohe Botschaft in der Welt zu verkündigen wie einst der Prophet Elia - so der Lesungstext - auf Gottes Anruf hin. "In Frankfurt schilderten mir Kirchenmitglieder, die von meiner Veränderung nach Oerlenbach erfuhren, die Franken als stur und skeptisch sowie der Haltung `das war schon immer so`", gab Frau Marx weiter. Diese Einschätzung habe sie bald revidiert. "Wir haben uns immer mehr und besser aneinander gewöhnt und Spaß an der Kirche gefunden", stellte sie fest.
Das Wort "Frohe Botschaft" allein kennzeichne die Freude, die die Bibel den Menschen schenke. "Wir haben viel erreicht. Baut darauf auf! Lasst in der Pfarreiengemeinschaft nicht voneinander los! Begegnet Gott und den Mitmenschen mit offenen frohen Herzen!", appellierte sie und fasste die drei Jahre mit einem Danke zusammen.
Dem Gottesdienst, den die Fago-Band unter Klemens Wolf gestaltete und den allein 57 Ministranten mitfeierten, schloss sich eine Begegnung auf dem Kirchplatz an. Hier konnten sich alle Besucher persönlich von Gemeindereferentin Nicole Marx verabschieden.