Unsere Schwimmbad-Tester haben ihre Badesachen gepackt und das erste Schwimmbad für die Sommerserie der Saale-Zeitung unter die Lupe genommen. Für die fünfköpfige Familie aus Singenrain hieß es: Auf zum Terrassenschwimmbad nach Bad Kissingen. Für uns waren sie auf Plansch-Mission: Womit kann das Freibad punkten? Was sorgt für das besondere Bade-Vergnügen bei Yannick und Lauritz? Finden Steffi und Florian für Klein Bennett alles, was sie für einen entspannten Tag im Freibad brauchen? Ist alles angenehm sauber oder gibt es schmuddelige Ecken, die man lieber vermeidet? Wie schmeckt es am Schwimmbad-Kiosk? Und: Wie weit kommt eine Familie mit zwei Erwachsenen und drei Kindern mit einem Budget in Höhe von 50 Euro? Das Bad Kissinger Terrassenschwimmbad im Test.

"Die Rutsche kriegt von mir 1000 Punkte", sagt Lauritz. Den halben Mittag hat er damit verbracht, die Stufen hinauf zu klettern um sich in der gelben Röhre hinunterzustürzen. "Vorne wird man wie aus einer Kanone rausgefeuert", sagt der Achtjährige und reißt die Augen auf. Die Rutsche, die sich den Hang entlangschlängelt, ist ganz nach dem Geschmack von Lauritz und seinem älteren Bruder Yannick. Aber auch der eineinhalbjährige Bennett kommt rutsch-technisch auf seine Kosten.

Im Kinderbecken wartet eine kleinere Version am Kletterfelsen auf ihn. Den Felsen kraxeln auch seine älteren Brüder gern hoch: "Die Steine sind schön abgerundet, gar nicht spitz", sagt Mama Stephanie. Und überhaupt - in Sachen Badespaß haben die Schwimmbad-Tester nichts zu meckern. "Es ist Platz für jede Laune", sagt Stephanie Karges. Auf verschiedenen Ebenen sind im Terrassenschwimmbad in Bad Kissingen fünf verschiedene Becken angelegt: Schwimmerbecken, Sprungbecken, Nichtschwimmerbecken, Kinderbecken und ein sogenanntes "Aktionsbecken" mit verschiedenen Wasserhöhen. "Man kommt sich nicht in die Quere. Alles ist schön voneinander getrennt." Wie sieht es aus, wenn man eine Plansch-Pause braucht? Was hat die Liegewiese des Freibads zu bieten?


Für kleine Kinder nicht optimal

"Bedingt durch die Lage hat man immer eine Neigung", sagt Schwimmbad-Testerin Stephanie Karges. "Klar, wir sind ja im Terrassenschwimmbad, aber mit kleinen Kindern ist das nicht ganz so optimal", meint die Mutter. "Es war ein bisschen rutschig beim Laufen", sagt Yannick. Platz? Ja, den gebe es reichlich. Bäume, die Schatten spenden, dann schon wieder nicht mehr ganz so viele. Beim Punkt Sauberkeit ist die Familie schon mehr angetan.

"Es war alles sauber. Top", sagt Papa Florian. Von den Toiletten über die Duschen und die Becken - alles blitzeblank. "Es lag nirgends etwas rum." Das liege wahrscheinlich an den vielen Mülltonnen, die überall verstreut platziert sind. "Es wird sogar getrennt - vorbildlich", meint Mama Steffi. Die war auch in Sachen Familienfreundlichkeit überzeugt - zumindest fast.

Direkt am Kinderbecken fand sie viele Sonnenschirme, die den Kleinen Schatten spenden. Außerdem gibt es am Kinderbecken einen Wickelraum. "Das ist wirklich sehr gut", sagt Stephanie Karges. In Gruppen-Umkleiden kann sich die Familie gemeinsam umziehen und zum Baden startklar machen. Dazu gibt es "jede Menge" Schließfächer. "Das Babybecken ist schön groß. Selbst wenn viel los ist, hat man Platz", sagt Steffi. Keine Stolperfallen und kein Untergrund, auf dem man schnell ausrutschen könnte. Und: Für alle Wasserratten, die genug vom Planschen haben, gibt es einen Spielplatz mit Kletter- und Schaukel-Abteilungen.

Einen Abstrich gab es aber: "Mit einem Buggy ist es ein bisschen schwierig." Die Familie hatte das Gefährt für Bennett hinter dem Kiosk geparkt. Zur steilen Liegewiese gab es keinen trockenen Zugang und auf der Wiese hätte er ohnehin nicht optimal gestanden. "Wenn jemand sein Kind im Kinderwagen schlafen lassen will, ist das eher nicht gut", sagt Stephanie Karges.

Lauritz und Yannick hatten allerdings gar keine Zeit zum Schlafen. Vom vielen Herumtollen, Rutschen und Tauchen wurden sie aber hungrig. Auf zum Schwimmbad-Kiosk!


Gute Preise am Freibad-Imbiss

Die beiden Brüder verputzten jeweils eine Currywurst mit Pommes für vier Euro, für Steffi gab es eine Bockwurst für zwei Euro, außerdem investierten die Jungs noch fünf Euro in Süßigkeiten. "Es war alles frisch und lecker", sagt Mama Steffi. Das Preis-Leistungs-Verhältnis habe gestimmt. "Die Auswahl war nicht riesig", meint sie. "Aber Standard und familienfreundliche Preise." Insgesamt hat die Familie für die Verpflegung im Terrassenbad 15 Euro ausgegeben. Dazu kommt der Eintritt für alle fünf mit insgesamt 13 Euro (Preise siehe Infokasten). Der schattige Parkplatz direkt vor den Toren des Bads war kostenlos. Für 28 Euro - ohne Spritkosten - hatte die Familie einen "ganzen Tag Spaß".

Bewertung
Badespaß: 5 Punkte
Kinderkram: 4 Punkte
Liegewiese: 3 Punkte
Sauberkeit: 5 Punkte
Gastro: 4 Punkte

Gesamturteil: 21 Punkte

Eintritt und Öffnungszeiten im Terrassenschwimmbad

Wo? Das Terrassenbad liegt in der Schwimmbadstraße 9 in Bad Kissingen.

Wann? Das Kissinger Terrassenschwimmbad ist montags bis freitags von 9 bis 19 Uhr geöffnet. Am Wochenende und an Feiertagen öffnet es eine Stunde früher, wenn besonders gutes Wetter ist, kann man in dem Bad auch mal eine Stunde länger planschen.

Wie viel? Kinder ab dem siebten Lebensjahr zahlen zwei Euro Eintritt, montags bis freitags ab 15 Uhr nur noch 1,50 Euro. Kinder bis zu sechs Jahren haben freien Eintritt. Kinder aus Bad Kissingen mit dem Ferienpass kommen kostenlos ins Terrassenbad. Erwachsene bekommen für 4,50 Euro eine Eintrittskarte zum Schwimmbad, montags bis freitags ab 17 Uhr für nur noch 3,50 Euro. Studenten bezahlen 3,50 Euro. Eine Familienkarte gibt es nicht.

Info Noch mehr Informationen zum Bad Kissinger Terrassenschwimmbad gibt es im Internet unter www.badkissingen.de.