Mit der Sanierung des Gemeindehauses (ehemaliges Pfarrhaus) wird nun auch die Sanierung der Schulstraße in Angriff genommen. Aus diesem Grund wird die Verbindung der Außenanlage des Pfarrhauses mit dem Backhausvorplatz bis zum Ausbau der Straße im kommenden Jahr zurückgestellt. Den Plänen nach soll der Bereich später ein zusammenhängendes Areal werden.
Wie Bürgermeister Gotthard Schlereth (FW-CSU) erläuterte, soll der alte Kanal nur im Abschnitt vom Dorfplatz bis zum Kriegerdenkmal ausgetauscht werden. Der Durchmesser der Rohre wird von 30 Zentimeter auf 40 Zentimeter vergrößert. Obwohl das Architekturbüro nach der Überprüfung des Kanals auch das Leitungssystem im restlichen Teil der Schulstraße für marode hält und den Austausch vorschlägt, bleibt es dort laut Bürgermeister bei einer Sanierung des bestehenden Kanals.
Ferner wird im Bereich der neuen Kirche das Abwassermischsystem getrennt. Das bedeutet, dass das Oberflächenwasser an der Straße zum Friedhof vor dem Kirchengrundstück mit in den Schulzengraben abgeleitet wird. Bei der Sanierung sollen auch die Wasserleitung und die Gasversorgung berücksichtigt werden.
Vorgesehen ist eine komplette Erneuerung der Fahrbahndecke bis nach der Einfahrt zum Friedhof. Weitere Maßnahmen an der Schulstraße stehen derzeit nicht an. Das Architekturbüro Hahn (Bad Kissingen) wird mit der Planung beauftragt.
Einverstanden war der Marktgemeinderat mit der Vereinbarung mit dem Staatlichen Bauamt , die die Anbindung der Erschließungsstraße an die Kreuzung im Gewerbegebiet in Reith umfasst. Für die weiteren geforderten Maßnahmen, wie die Verbreiterung der Abbiegespur aus Richtung Reith kommend, ist mit Kosten in Höhe von knapp 60 000 Euro zu rechnen. Für die künftige Unterhaltung wird voraussichtlich noch eine Ablösesumme von 50 000 Euro fällig. In diesem Zusammenhang schlug Marktgemeinderat Reiner Herold (FW-CSU) vor, nach dem Ausbau die Geschwindigkeit an der Kreuzung auf höchstens 80 Stundenkilometer zubeschränken. "In diesem Bereich wird sehr schnell gefahren, was besonders gefährlich ist", sagte Herold.
Keine Einwände gab es zum Antrag der Firma Tiefenbacher (Bad Kissingen) für die Aufstellung einer Litfaßsäule. Die Säule soll am Postplatz (Ecke Reither Straße) stehen. In Oberthulba gibt es an der Glaserkreuzung bereits eine solche Werbesäule, die bisher wenig genutzt wird.