Mit dem Anbau an den Kindergarten in Premich können die Erzieherinnen und Pflegerinnen den 25 Schulkindern, die zur Nachmittagsbetreuung in die Einrichtung kommen, besser gerecht werden. Wie Leiterin Aileen Schöppner bei der Jahreshauptversammlung des Sankt Elisabeth-Vereins berichtete, stehen den Schulkindern neben den entsprechend gestalteten Hausaufgabenräumen und dem neuen Freizeitbereich auch die Räume und der Außenspielbereich des Kindergartens zur Verfügung. Alles werde von den Kindern sehr gut angenommen. Neben den 32 Regelkindern und zwei unter Dreijährigen betreut das Kindergartenteam im Schnitt täglich 18 Schulkinder. Zwischen 30 und 40 Kinder nehmen am warmen Mittagessen teil.

Sinkende Kinderzahlen

Schöppner prognostiziert für das kommende Kindergartenjahr sinkende Kinderzahlen, sodass die Personalsituation - vier Erzieherinnen, zwei Pflegerinnen und sechs Praktikanten - angepasst werden müsse.
Jochen Zehe, Vorsitzender des 110 Mitglieder starken Vereins, dankten allen, die sich im Kindergarten engagieren und so den Fortbestand und die nötige finanzielle Unabhängigkeit sicherten. Ohne diese Einnahmen seien einige Vergünstigungen in Zukunft nicht mehr möglich. Insbesondere hob Zehe den Einsatz des Kindergartenpersonals hervor. Es sei nicht selbstverständlich, dass sich das Team zwei Tage auf den Burkardröther Plätzlesmoadd stelle und Bastelarbeiten verkaufe, um Wünsche der Kinder zu erfüllen und Spielsachen für die Einrichtung erwerben zu können.

Abschluss der Arbeiten im Juli

Weiter informierte der Vorsitzende die Versammlung, dass die Bauarbeiten im Bereich der Schulkindbetreuung in diesem Jahr abgeschlossen werden sollen. Die Einweihung der Räume wird beim Kindergartenfest am 6. Juli erfolgen.
Geehrt wurden Anita Walter, Martina Keßler und Diana Keßler (nicht anwesend) für zehnjährige Vereinszugehörigkeit
Den Anbau abschließen und die Einrichtung zukunftssicher gestalten sind die Ziele, die sich Zehe für dieses Jahr gesetzt hat.
Dass eine Änderung in der Kindergartenlandschaft eintritt, ist absehbar. So waren ursprünglich 24 Plätze für die Schulkindbetreuung geplant, 30 sind derzeit bereits genehmigt.

Den Betreuungsbestand sichern

Diskussionsthema wird zukünftig der Kindergarten für Kinder im Alter zwischen einem und zehn Jahren sein. Ein Umdenken sei erforderlich. Denn ohne die Schulkindbetreuung könne der Kindergarten in der jetzigen Form nicht mehr bestehen. 2. Bürgermeister Sandro Kirchner sagte, die Einrichtung mit einem Jahresumsatz von 270 000 Euro könne mit einem kleinen Unternehmen verglichen werden. Die Personalverantwortung sei "nicht ohne". Weiter ging er auf das 630 000 Euro teure Bauprojekt ein, mit dem im Jahr 2009 begonnen wurde. Fördermittel kamen von der Gemeinde Burkardroth, dem Freistaat, der Diözese und der örtlichen Kirchenstiftung. Ein großes Kompliment richtete Kirchner an die Kirche, dass sie auch im öffentlichen Bereich investiere. Denn der Kindergarten sei neben Schule und Arzt ein Standortfaktor und somit eine Perspektive für den Ort Premich.