Zu der jüngsten Versammlung waren 17 (von 70) Mitglieder gekommen. 1. Schützenmeister Bernhard Buscham führt derzeit kommissarisch den Verein. Am 3. März stellte sich das bisherige Führungs-Duo mit Melf Hauck (Vorsitzender) und Matthias Meder (Stellvertreter) nicht mehr zur Wahl. Daraufhin konnten bei den fälligen Vorstandsneuwahlen alle Positionen besetzt werden - nur kein Vorsitzender. In der außerordentlichen Mitgliederversammlung trafen sich fast identisch die Personen wieder, die vor sechs Wochen ihre Bereitschaft zur Kandidatur erklärt oder abgelehnt hatten. Von daher war es aus der Versammlung heraus nicht möglich, einen Kandidaten für das Amt des Vorsitzenden zu gewinnen. Im Vorfeld hatte Bernhard Buscham einige Gedanken zum Verein geäußert, die auf Zustimmung bei den Mitgliedern stießen. Seine Kernaussage: Der Verein soll nicht aufgelöst werden, auf längere Frist ergeben sich eventuell Möglichkeiten, den Schießbetrieb wieder in eigenen Räumlichkeiten aufzunehmen.

Ansätze für Weiterarbeit


Aktuell sieht Buscham keine Chance auf ein neues Schützenheim, "das können wir nicht stemmen!" Trotzdem könnte man über befreundete Schützenvereine einen oder mehrere Abende finden, um zum Beispiel einen Garitzer "Schützenkönig" zu ermitteln. Auch könne man monatliche gesellige Treffen weiterführen und über ein Sommerfest "den einen oder anderen Euro für den Verein verdienen".
Diesen nachdenklichen und auch zukunftsgerichteten Worten schloss sich eine längere Diskussion an, in der einige Namen für einen potenziellen Kandidaten genannt wurden, die aber aus unterschiedlichsten Gründen nicht bereitstanden. Angesprochen wurde auch die Möglichkeit, die Ämter in Doppelfunktion zu besetzen. Wegen des fehlenden Schießbetriebes sei die Arbeit für den Vorsitzenden überschaubar. Letztlich konnte aber jemand aus der bereits gewählten Vorstandschaft zu einer Doppelfunktion überredet, noch jemand aus der Versammlung für eine solche Lösung überzeugt werden.

Anfrage beim Vereinsgericht


Die Verantwortlichen erhielten am Ende den Auftrag, mit dem Vereinsgericht Kontakt aufzunehmen, die aktuelle Konstellation des Vereins zu beschreiben, und eine Genehmigung des Weiterführens des Vereins bis zur nächsten ordentlichen Mitgliederversammlung 2013 zu bitten. Die Argumente für eine solche Lösung: Der Schießbetrieb ruht, man bemüht sich um personelle - Neuwahl eines Vereinsvorsitzenden - und räumliche Lösungen - Schützenheim.