Reiterswiesen — "Im Jahr 2014 wurden über 30 000 Kriegstote geborgen. Es wurden damit vielen tausenden Kameraden ihre Namen und Würde zurückgegeben." Für den Vereinsvorsitzenden Armin Deubert und die Soldaten- und Reservistenkameradschaft Reiterswiesen ist die Kriegsgräberfürsorge eine Herzensangelegenheit. 810 Euro sammelten Maria Werner, Manfred Kissner, Reinhard Kiesel, Günter Fichte und Hubert Warmuth in Reiterswiesen für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ein.
"Wir konnten erneut nicht ganz Reiterswiesen abdecken und dennoch ist unser Sammelergebnis sehr beachtlich" so Deubert bei der Generalversammlung im Reiterswiesener Vereinshaus Krone. Der Volksbund pflegt die Gräber von ca. 2,5 Millionen Kriegstoten, die auf 825 Kriegsgräberstätten in 45 Staaten ruhen.
Doch auch in Reiterswiesen hätten viele kein Ohr mehr für die Sammler und führten sinnlose Diskussion mit den Sammlern, warum sie nichts spenden wollen. Die Spendenbereitschaft lasse nach und es werde auch immer schwieriger, Sammler zu finden, für die dieses "Klinkenputzen" zur Tortur werde. "Es ist wichtig, dass wir uns weiterhin an der Sammlung beteiligen", erklärte Deubert. Um den Spendenbetrag aufzupeppen, beantragte Dieter Poldrack, dass der Verein 300 Euro zuschieße. Nach einiger hitziger Diskussion stimmten immer mehr Vereinsfreunde dem Vorschlag zu, so dass er mit 26 Stimmen der 34 stimmberechtigten Mitglieder angenommen wurde.

Vorstand neu gewählt

Einstimmiger ging dann die Wahl des Vereinsvorstandes über die Bühne. Gewählt wurden: Armin Deubert (Vorsitzender), Reinhard Kiesel (Stellvertreter), Jürgen Kiesel (Schriftführer), Hans-Peter Schuster (Kassier), William Wikstrom (Reservistenbetreuer), Johannes Piekarski (Schießwart), Maria Werner, Elfi Schneider, Carmen Ziebell, Hubert Warmuth, Hermann Kiesel (Beisitzer), Hubert Warmuth (Fahnenträger), Harald Werner, Dieter Thurn (Fahnenbegleiter), Dieter Poldrack, Nicole Sauer (Kassenprüfer).
Zügig ging auch der Tagesordnungspunkt Ehrungen über die Bühne: Mit der Treuenadel für 10 Jahre Mitgliedschaft im Verein und im Bayerischen Soldatenbund (BSB) wurde Siegbert Kiesel ausgezeichnet. Die Treue-Nadel für 25 Jahre erhielten Otto Spannbauer und Volker Mock und für 30 Jahre Vereinstreue Richard Wagner und Albrecht Kiesel. Für besondere Verdienste um für den Verein wurde Sabrina Ziebell mit dem BSB Ehrenkreuz belohnt.

Zu Ehrenmitgliedern ernannt

Zu Ehrenmitgliedern wurde Ludwig Kiesel und Otto Spanbauer ernannt. Für Ludwig Kiesel ist es eine besondere Ehre. Er gehört 46 Jahre dem Verein an, war 28 Jahre Kassier und 25 Jahre Fahnenträger.
Auf die Frage, warum er so lange dem Verein angehört, sagte er: "Das Vereinsleben, die Kameradschaft und die Zusammengehörigkeit waren einmalig. All dies hat mich für meine Vereinsarbeit motiviert. Mir war die Vereinsarbeit nie zu viel. Ich war immer mit viel Herzblut dabei." Stolz sei er gewesen, dass es mit dem Verein immer aufwärts ging. Als er das Amt des Kassieres übernahm, sei in der Vereinskasse Ebbe gewesen. Doch als er diese seinem Nachfolger übergab, konnte er ein stolzes Vermögen vorweisen.