Für gewöhnlich ist die fränkische Saale ein friedlicher Fluss, der auch durch Bad Kissingen fließt. Doch zu Recht nennt sie der Volksmund auch "die Dachrinne der Rhön". "Fast alle Bäche der Rhön fließen in der Saale zusammen. Deshalb haben wir in Bad Kissingen immer wieder Hochwasser", erklärte Alexander Pusch, der technische Bereichsleiter der Stadt Bad Kissingen der Delegation aus Neustadt an der Donau. Neustadts 3. Bürgermeister Bernhard Rieger hatte die Fahrt mit seinem Stadtrat nach Bad Kissingen organisiert. Hier sucht man Lösungsansätze für den Hochwasserschutz in Ortsteilen von Neustadt an der Donau. Beim Jahrhunderthochwasser in diesem Jahr sei man mit einem blauen Auge davon gekommen. In zwei von Hochwasser gefährdeten Stadtteilen, Bad Gögging und Eining, müsse man noch einen Hochwasserschutz installieren, erklärte Rieger. Deshalb schaute sich die 25-köpfige Delegation in Bad Kissingen um. Außerdem interessierten sich die Stadträte Neustadts für die Einbindung der Hochwasserschutzmaßnahmen in die Landschaft und die Organisation beim Auf- und Abbau.
"Im Falle eines Notrufs bauen wir den Hochwasserschutz mit 50 Leuten in zehn Stunden auf. Zusätzlich muss das Kanalsystem umgeschiebert werden. Stellenweise sperren wir Straßen und das Zelt eines Obdachlosen In der Au muss evakuiert werden. Alle eineinhalb Stunden überprüft eine Patrouille die gesamte Strecke", erklärte Pusch den Ablauf im Ernstfall.