Rottershausen kann sich sehen lassen und sollte sich dem Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft - Unser Dorf soll schöner werden" stellen.

Dazu ermutigten Bürgermeister Franz Kuhn (CSU) und sein Amtsvorgänger Siegfried Erhard in einer ersten Besprechung, zu der die Vereinsgemeinschaft mit Robert Erhard und Dieter Werner an der Spitze eingeladen hatte. Allerdings kamen nur 25 Teilnehmer. Bereits am Dienstag, 17. Mai, folgt um 19.30 Uhr im Mannschaftsraum der Feuerwehr die nächste Runde, in der über die endgültige Teilnahme entschieden wird.

Bereits in der Bürgerversammlung hatte Ortsreferent Dieter Werner den Wettbewerb angesprochen. "Wenn wir mitmachen, können wir nur gewinnen. Unser Spirkendorf bietet vielfaches soziales Engagement in Kindergarten, Kirche und Vereinen von Jung bis Alt und ist - wie Luftaufnahmen belegen - wunderbar in die Landschaft eingebettet", betonte Werner zu Beginn. Der eigene Lebensraum werde attraktiv gestaltet, Nachahmung unter Hilfe zur Selbsthilfe gefördert und der Blick auf den Ort geschärft, mit dem Resümee: "Auf dem Land lässt es sich gut leben."


Viele Pluspunkte

Im Detail verwies Werner auf viele Pluspunkte, auf die Rottershausen setzen kann: Gepflegte Grünanlagen und Kinderspielplätze, genossenschaftliche Aktivitäten wie das Dreschfest der Bulldogfreunde, Erhalt und Pflege ortsbildprägender Bauwerke wie Kirche, Musikerheim und altes Rathaus.

Zudem gibt es gelebtes Brauchtum bei Dorf- und Vereinsfesten, aktive Jugendgruppen mit der "Lutzi" als Paradebeispiel, breit gefächerte Freizeitaktivitäten und harmonische und zielbewusste Zusammenarbeit innerhalb der Einheitsgemeinde. "Bis 1. Juni müssen wir uns anmelden. Das ist zwar etwas knapp, aber wir können die Vorbereitungen schaffen, wenn wir - wie so oft in der Vergangenheit bewährt - zusammen anpacken", ermutigte Werner. Er verwies auf die Bildung von Arbeitskreisen, in denen die noch fehlenden kleineren Schritte aufzuarbeiten wären. Gemäß der Ausschreibung ging der Ortsreferent auf die fünf Bewertungskriterien mit wirtschaftlichen Initiativen, sozialen und kulturellen Aktivitäten, Baugestaltung und -entwicklung, Grüngestaltung und Dorf in der Landschaft ein. Die Bewertungskommission wird im Juli die einzelnen Dörfer für je einen halben Tag besuchen und je Aspekt 20 Punkte vergeben. Der Sieger auf Landkreisebene qualifiziert sich für den Bezirksentscheid im nächsten Jahr. Danach folgen Landes- und schließlich Bundesmeisterschaft. "Aber so weit wollen wir gar nicht denken. Jetzt steht die erste Runde an. Dafür brauchen wir breite Unterstützung durch möglichst alle Vereine und viele Bewohner", bat Dieter Werner und setzt auf die nächste Zusammenkunft.


Gemeinderat komplett dafür

Bürgermeister Franz Kuhn sicherte die Mithilfe der Gemeinde und vor allem des Bauhofs zu. Der Gemeinderat habe bereits einstimmig sein Ja gegeben. Wie Urkunden belegten, machte Rottershausen bereits zwei Mal, nämlich 1986 und 1994, mit und schnitt als Zweitplatzierter gut ab. "Wenn wir die noch ausstehenden Kleinigkeiten richten, können wir gut mitmischen. Schließen sich Vereine und Bewohner unserem Ja an, dann werden wir die einzelnen Bewertungskriterien in Arbeitsgruppen abklopfen und uns der Fachjury stellen.


Anregungen von Dieter Büttner

Zu unseren Vorbereitungen werden Dieter Büttner, Fachberater für Gartenbau und Landschaftspflege am Landratsamt Bad Kissingen, einladen, um weitere Anregungen einzuholen", rundete Werner ab. Unter den Teilnehmern lehnte keiner kategorisch eine Teilnahme ab: Ein gutes Zeichen, das jetzt nur noch eine breitere Basis braucht, um letztendlich - wie eingangs erwähnt - nur gewinnen zu können.