Die Bad Kissinger Rotariervereinigung unterstützte nun zum 4. Mal den "Lebensraum Schülerinnencafé". Das Schülerinnencafé ist ein eingetragener Verein zur Unterstützung von Schülern im Landkreis Bad Kissingen. Gut zwei Dutzend Schulkinder aus Grund- und Hauptschulen, meist von Migrationsfamilien, erhalten von Montag bis Donnerstag jeweils Nachmittags zwei Stunden Hausaufgabenhilfe von qualifizierten Fachkräften. In zwei Gruppen, sowohl im Jugendzentrum JuKuz, wie auch in der Kapellenstraße, werden an den Nachmittagen betreut und gefördert. Damit nicht genug, die Tafel e.v. liefert zweimal wöchentlich Lebensmittel, mit denen sich die Schüler selbst kleine Snacks zubereiten und gemeinsam essen. So lernen die Kinder ganz nebenbei mit Lebensmitteln umzugehen, sich gesund zu ernähren und miteinander für Spülen und Aufräumen zu sorgen.
Die Kissinger Rotarier, das sind derzeit circa 60 Männer aus den Landkreisen Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld an deren Spitze derzeit Rotarier-Präsident Hans-Ulrich Hoßfeld steht.

Seit 1957 besteht die Kissinger Vereinigung, nachdem hier die erste Vereinsgründung durch die Nationalsozialisten 1937 scheiterte. In Bad Kissingen noch ein reiner Männerzirkel, von jenen, "die sich sozial engagieren und im Leben schon etwas geleistet haben", so Edwin Häfner, einer der Kissinger Rotarier. Früher sei man nicht so sehr an die Öffentlichkeit gegangen, habe auch mit den Spenden das ein oder andere Hilfsprojekt im Ausland unterstützt, aber inzwischen werden die Gelder, und das sind meist Spenden der eigenen Mitglieder oder Erlöse aus Benefizveranstaltungen, in heimische Projekte gesteckt. Kidro, die Tafel e.V. , die katholische Jugend, das Mehrgenerationenhaus, Weihnachtspakete für bedürftige Kissinger, die Kinderkrebsstation in Würzburg und natürlich das Schülerinnencafé, das seien heute die Empfänger der Spenden. Also eigentlich all jene, die Projekte betreiben, für die sonst keine Mittel da sind. So bekommt das Schülerinnencafé zwar eine Förderung durch den Landkreis und die Theresienspitalstiftung, aber ohne weitere Spenden reicht das nicht für die angemieteten Räume und die Personalkosten, erläutert Hans-Georg Keßler, Vorsitzender vom "Lebensraum Schülerinnencafé" und so zählen inzwischen die Kissinger Rotarier zu den festen "Kunden", sprich Spendern für's Schülerinnencafé. 2000 Euro waren es diesmal, die Rotarier-Präsident Hans-Ulrich Hoßfeld zusammen mit Clubkollegen Edwin Häfner im Gepäck hatte - dankbare Empfänger für das Schülerinnencafé waren dessen Vorsitzender Hans-Georg Keßler mit seinem Vize Franz-Peter Jörg und Valentina Weißenberger, die sich seit Jahren um die Hausaufgabenbetreuung kümmert.