Über ihren nagelneuen Ford-Minibus kann sich die Lebenshilfe inzwischen schon seit ein paar Tagen freuen. Doch bis das rollende Geschenk der "Aktion Mensch" tatsächlich vor der Tür der Bad Kissinger Sozialeinrichtung stand, war eine akribische Antragstellung mit ausführlicher Begründung und danach monatelang Geduld gefordert.
Vor weit über einem Jahr hatte Mechthild Jordan als Leiterin der Offenen Behindertenarbeit das Antragsformular mit seinen vielen Einzelpunkten sorgsam ausgefüllt und bei der Bundesvereinigung Lebenshilfe zur Prüfung eingereicht. Von dort ging der Antrag dann an die aus dem Fernsehen bekannte Hilfsorganisation "Aktion Mensch", die aus ihren Lotterieeinnahmen jeden Monat bis zu 1000 Projekte fördert. Nach Ablauf eines Jahres kam endlich im November die freudige Nachricht: Der Minibus kommt.
Bis zu acht Fahrgäste dürfen in dem etwa 40 000 Euro teuren Kleinbus befördert werden. "Besonders vorteilhaft für die Kissinger Lebenshilfe ist, dass jeder Führerschein-Inhaber diesen Bus lenken darf", betont deren Vorsitzender Wolfgang Rompf. "Ein Personenbeförderungsschein ist nicht erforderlich, da es sich bei unseren Fahrten nicht um gewerbliche, sondern um reine Freizeitfahrten handelt." So wird dieser neue Bus, der den bisher einzigen und schon in die Jahre gekommenen ersten Kleinbus entlasten soll, künftig für Transferfahrten zwischen den beiden Lebenshilfe-Wohnheimen, der Nüdlinger und der Hammelburger Werkstatt, der Franz-von-Prümmer-Schule und unterschiedlichen Veranstaltungsorten eingesetzt. Etwa 12 000 Kilometer wird der neue Kleinbus pro Jahr leisten müssen, schätzt sie.
Gebraucht wird dieser Bus aber auch dringend für die vielen Ausflugs-, Tages- und mehrtägigen Urlaubsfahrten innerhalb Deutschlands und ins Ausland.