Der Rohbau der Dreifaltigkeitskapelle "Am Heinig" steht. Das spitzwinklige Betondach zeigt genau in Richtung der Ortskirche. Die Kapelle wurde zunächst skeptisch beurteilt, doch sei sie inzwischen "mit hoher Akzeptanz der Fuchsstädter Bürger ausgestattet", wie Bürgermeister Peter Hart (CSU) beim Richtfest sagte. Die Hälfte der angesetzten Kosten ist nun verbaut.

"Das Projekt und diejenigen, die es initiierten, verdienen Respekt und Anerkennung", erklärte Hart, der selbst an dem Kirchlein mitarbeitete. Anfang September begonnen, hat der Bau noch vor dem Weihnachtsfest das geplante Etappenziel erreicht. "Etwa 25 freiwillige Helfer leisteten rund 1000 Stunden", informierte Manfred Öftring, Initiator und Sprecher des Dreifaltigkeitskapellen-Vereins.

Besonders erfreulich für ihn war die problemlose Finanzierung durch Spenden und die Mithilfe von Betrieben aus dem Ort und der Umgebung. "Wir wollen jetzt noch das unmittelbare Umfeld des Gebäudes herrichten", sagte Öftring. So sollen beispielsweise ein ebenerdiger Eingang vom Flurkreuz und ein Zugang für Ältere und Rollstuhlfahrer von der Straße her vorbereitet werden.

Vollendung im Frühjahr

Im kommenden Frühjahr will der Verein das Werk vollenden. Der Fußboden bekommt einen Natursteinbelag aus fränkischem Muschelkalk, die Wände werden aufgeraut, damit die Struktur aus Beton und Steinen sichtbar wird. Die Flucht des in die Rückwand eingelegten Kreuzes will der Verein über den Fußboden verlängern. Sie soll ebenfalls zur Fuchsstädter Kirche deuten. Im Frühling kommen die Außenwände an die Reihe. Holzbalken aus dem heimischen Wald sollen die Kapelle in sich schließen, aber durch die Abstände zueinander Offenheit darstellen.

Planer Mario Hugo dankte in seinem Richtspruch allen Mitwirkenden sowie den Frauen, die das Freiwilligenteam bekochten. Er hoffte, dass viele Menschen an der Kapelle nicht nur den schönen Ausblick auf den Ort, sondern auch einige Minuten der Ruhe finden mögen. Hugo hatte gemeinsam mit Alfred Heid, Josef Mützel und Joachim Schaupp die Bauleitung inne.

Eine Skulptur des heimischen Steinbildhauers Ralf Hartan wird das Werk krönen. Sie zeigt eine Weltkugel, in die die Dreifaltigkeit in Form von Symbolen für Gottvater, Jesus Christus und den heiligen Geist eingearbeitet ist. Den Entwurf übergab Hartan beim Richtfest an Öftring.