Fragt man in Poppenlauer, wann der Umzug startet, wird man zur Antwort bekommen: "Wenn der Bus durch ist." Die Betonung dabei liegt auf "der" Bus. Im letzten Jahr war nämlich "ein" Bus durchgefahren, danach begann der Umzug durchs Dorf. Aber dann kam "der" richtige Bus. Weil der Umzug bereits begonnen hat, fuhr er mittendrin mit. Ärger hatte es zwar keinen gegeben, wie der Vorsitzende des Vereinsrings, Werner Menegoni sagte, aber trotzdem wollte man heuer erst den richtigen Bus abwarten.

Der kam allerdings gar nicht, weshalb sich der Zug erst mit einiger Verspätung in Bewegung setzte, was aber wiederum dem närrischen Volk am Straßenrand wenig ausmachte. Das Wetter spielte schließlich hervorragend mit. Und "zu unserem 50. Jubiläum haben wir mit 44 Teilnehmern einen neuen Rekord", freute sich Werner Menegoni, der wie immer die Fäden fest in der Hand hielt.

Heuer war die Bandbreite der Themen weit gestreut. Großbäckereien, in denen die Mäuse tanzen, wurden ebenso aufs Korn genommen, wie der Streit um die Kindergärten im Ort. Der größte Teil der Teilnehmer kam natürlich aus Poppenlauer . Traditionell waren wieder viele Gruppen aus der näheren Umgebung dabei, auch aus den Ortsteilen von Münnerstadt. Besonders aufwändig dabei die "Bude Fridritt", die gleich mit einem ganzen Vampirschloss an die Lauer gekommen war.

Nach dem Festzug durchs Dorf feierten die Närrinnen und Narren noch bis in den Abend. tm