Angeboten wurden war das Konzert im Rahmen der Unterfränkischen Bezirks-Kulturtage. Die Reisegeschichten, die Musik mit den vielen unterschiedlichen Instrumenten und die ansteckende Freude der Akteurinnen hat diesen 20 Menschen aber überaus gut gefallen.
Fernweh und Melancholie, Charme und Feuer, Lebensfreude und Sinnlichkeit, Schalk und Krawall waren spürbar und übertrugen sich auf die Zuhörer. Die Vorstellung der Reisewege und die Schilderung der Stimmungen unterwegs zauberte ein Lächeln in die Gesichter.
Mit der Vorleserin gedanklich mitgehen, die Stimmen der Nacht von Sarajewo zu hören, in der Ägäis mit einem Boot unterwegs zu sein und den Himmel zu betrachten, die Selbstgespräche der Haus-Schnecke anzuhören, weit werden, von der Kreuzstickerei hin zu dem sternenbestickten Himmel finden und mit Mark Twain durch den Schwarzwald zu wandern, das war schon etwas ganz Besonderes.
Mit Nobelpreisträger Samuel Josef Agnon (1888-1970) und seiner Kurzgeschichte "Bein Schtei Arim" (Zwischen zwei Städten) war ein gedanklicher Spaziergang möglich zwischen Stadt und Staatsbad Brückenau. Auch wenn in dieser Geschichte von den Zwillingsschwester-Orten Katzenau erzählt wird, ist es ein Denkmal für die Zweibäder-Stadt.
Zu dem nur mäßigen Besuch sagte Anka Hirsch: "Wir sind sehr zufrieden mit dem Publikum, es ist aufmerksam, hört zu, lächelt und geht mit, das ist für uns ganz wunderbar. Für den Veranstalter ist es eher schade, dass nicht mehr Menschen Interesse an der Veranstaltung gehabt haben."
Auch die Gäste aus Hessen, Angehörige einer Musikerin, Patienten einer Klinik im Staatsbad und die treuen Brückenauer bedauerten es, dass diese wirklich gute Veranstaltung so wenig Resonanz gefunden hat.
"Das Heft der Kulturtage ist sehr schön und einladend gestaltet", sagte ein Herr aus Schwarzenfels. Positiv aufgefallen ist auch, dass es keine Parallelangebote zur gleichen Zeit gibt, sondern alles nacheinander zu verschiedenen Zeiten, für unterschiedliche Interessensgruppen und an unterschiedlichen Orten.