Es war eher ein geflüstertes als gerufenes "Das Rakoczy-Fest 2012 ist eröffnet". Aber um 19.13 Uhr war es in der Hitze des Abends geschafft: Oberbürgermeister Kay Blankenburg (SPD) und Kurdirektor Gunter Sauer hatten ihren Pflichtteil erledigt.
Dem vorausgegangen war ein großes "Begrüßungsfest" auf dem Marktplatz. Wie immer kamen zahlreiche Gäste zum Rakoczy-Fest, erstmals war der neue Eisenstädter Bürgermeister Magistrat Thomas Steiner in Bad Kissingen, der in seiner Begrüßungsrede ganz "unpolitikerhaft" war: Kurz und präg nant. "Erstes", sagte er, " freut's mich, dass ich so kurz nach meiner Wahl hier sein darf; zweitens bedanke ich mich im Namen aller Eisenstädter für den herzlichen Empfang und drittens wünsche ich Ihnen ein wunderschönes Fest". Ende. Aber Kay Blankenburg kann das auch. "Seien Sie brav", rief er in die Menge, "essen Sie Ihren Teller auf ... dann wird das mit dem Wetter schon klappen". Fertig. Eröffnungtext mit dem Kurdirektor. Auch fertig. Aber eines musste noch sein: Ein besonderes Willkommen richtete er an Landrat Dov Litvinoff, Joske Ereli (Ein Gedi) und die Delegation aus Israel, die mit Landrat Thomas Bold (CSU) vor der Bühne saßen. Man feiert in diesen Tagen die 15-jährige Partnerschaft des Landkreises Bad Kissingen mit dem Landkreis Tamar am Toten Meer.
Besonders charmant war Quellenkönigin Andrea Szabo. Eine bezaubernde junge Frau mit herzlicher Ausstrahlung, die mit dem Fürsten Rákóczi - Timo Baier - alle in der Stadt willkommen hieß. In ungarischer Sprache wandte sie sich an die Menschen und sagte, dass es für sie "eine besonders große Ehre" sei, die Bad Kissinger Heilquellen repäsentieren zu können. Ihren Aufruf "Lassen Sie uns das Fest der Feste genießen" nahmen die Kissinger und alle Gäste gleich wörtlich: Sie taten es.