"Es war für uns eine anstrengende und anspruchsvolle Tour. Alle meisterten die Herausforderungen bravourös. Der Einsatz hat sich gelohnt. Wir konnten die freundschaftliche Bande zwischen unseren beiden Gemeinden Oerlenbach und Douvres-la- Délivrande festigen und mit dem gemeinsamen Besuch des Europaparlaments den europäischen Gedanken weiter pflegen." So fasste Hubert Schott das einwöchige Unternehmen zusammen.
Nach zwei Etappen erreichte die Oerlenbacher Gruppe Kehl am Rhein vor den Toren Straßburgs, um am dritten Tag gemeinsam mit den Radfreunden aus der Normandie eine Tour auf der elsässischen Weinstraße zu unternehmen. Das Wiedersehen feierten die Freunde am Abend in der evangelischen Kirchengemeinde von Pfarrer Rüdiger Popp, Bruder von Susanne Blaßdörfer, die mitradelte.
Dazu gestoßen waren inzwischen Altbürgermeister Siegfried Erhard und sein Nachfolger Franz Kuhn. In geselliger Runde, bereichert von Klaus Waltinger mit der Gitarre, genossen Deutsche und Franzosen die Stunden. Die beiden Bürgermeister überreichten jedem Teilnehmer einen Bierkrug mit den Wappen der Gemeinden von Oerlenbach und Douvres.

Besuch im Europaparlament

Am nächsten Tag trafen sich alle zu einer gemeinsamen Stadtführung, die Pfarrer Rüdiger Popp leitete. Er zeigte den Gästen alle Sehenswürdigkeiten und erzählte die Geschichte von Straßburg und Elsass in deutscher und französischer Sprache. Am Nachmittag besuchten beide Gruppen das Europäische Parlament. Bei spärlicher Kulisse diskutierten die Abgeordneten die Situation in der Ukraine. Danach folgte ein Gespräch mit dem französischen Abgeordneten Jerome Lavrilleux und seiner deutschen Kollegin Monika Hohlmeier zu Themen wie aktuelle Brennpunkte in der Welt, NSA-Spionage und Abgeordnetenarbeit. Nach einem gemeinsamen Abendessen verabschiedeten sich die Oerlenbacher von ihren französischen Freunden beim Lichtspiel am Dom.
Nach einem Abstecher zur Europabrücke traten noch acht Fahrer die zweitägige Rückreise an. Die gesamte Strecke hatte Alois Karch über Navi erarbeitet. "Das klappte optimal. Wir brauchten keine Karte", erzählt er. Besonderer Dank galt Klaus Waltinger, der das Begleitfahrzeug steuerte.