Das Bad Kissinger Sportwagentreffen fand erstmals auf dem Parkplatz unterhalb des Jugendzentrums im ehemaligen Kasernengelände statt. "Mit den Voranmeldungen, diesmal waren es über 100, sind wir sehr zufrieden, zumal meist dann die doppelte Anzahl von Fahrzeughaltern kommt", so Florian Arand, der seit Jahren die Veranstaltung organisiert.
"Am Samstag strömen die Besucher zu den Einkaufsmöglichkeiten, die hier gleich um die Ecke liegen und zumindest an diesem Sonntag bot das Kasernengelände mit Monster-Truck-Show und Holi-Fest weitere Attraktionen, so dass auch da Besucherströme erwartet werden und der Besuch des Sportwagentreffens zumindest für die ,Sehleute" kostenlos ist".
Speis' und Trank gab es dennoch: Feuerwehrjugendkapelle und Schützenverein, beide aus dem Stadtteil Garitz, hatten diesen Part beim Sportwagentreffen in eigener Regie übernommen und stellen das Personal für die Bewirtung.
Noch mehr erfreut war Arand allerdings über die Vielfalt der Fahrzeuge, die diesmal den Weg nach Bad Kissingen gefunden hatten. Da waren Porsches aller Sorten und Preisklassen von 1955 bis 2013 vertreten, allein neun Porsche 928, die in Reih und Glied standen. "Die wurden zwar über 18 Jahre lang gebaut, waren aber für die damalige Zeit relativ teuer und damit auch selten, sagte der Sportwagenfan aus Garitz. Gekommen waren auch einige Ferrari, Lamborgini, erstmals ein Audi A 8, mehrere Tesla und ein Maserati. Alles in allem Fahrzeuge im zweistelligen Millionbereich, so Arand.

Für den Alltag einen Golf

Aus Ludwigsburg war Tommy Weber mit seinem himmelblauen Porsche 928 S angereist. "Bad Kissingen liegt für mich im machbaren Bereich, ist nicht so weit entfernt wie Hamburg oder Berlin, wo ähnliche Treffen stattfinden. Hierher komme ich schon seit einigen Jahren und kenne auch viele Teilnehmer von den Ausfahrten her". Angefangen hat er mit einem Porsche 914, "aber das war vor über 20 Jahren. Seit zwölf Jahren hab ich meinen 928 S und als Alltagsfahrzeug einen normalen Golf".

Weit mehr als 10 000 Stunden

Das Sportwagen nicht unbedingt ganz teuer sein müssen, bewies Peter Scherhofer: Der Heidelberger reiste mit einem TVR - Tuscan an. Das Fahrzeug in Camäleon-blau hat 385 PS und kostete gerade einmal 20 000 Euro. "Weniger als ein Golf" verrät der Heidelberger und gibt dann allerdings zu bedenken, dass er inzwischen weit über 10 000 Arbeitsstunden in sein Hobby investiert hat. Extrem teuer, über 1000 Euro, war ein Liter der schillernden Spezialfarbe, in der sich sein "Schätzchen" nun präsentiert.
Ganz begeistert von den Boliden ist auch der zweijährige Frederic. Egal ob altes Holzlenkrad bei einem der 50er-Jahre-Porsche oder ein Carbon-Lenkrad aus einer italienischen Sportwagenschmiede. Die Hauptsache ist für den Steppke: Er darf sich einmal in einen der Boliden setzen und erreicht mit seinen Patschhändchen den Lenker.